Energiewechsel

Neumarkt i.d.OPf.: Nachhaltiger Umgang mit Wasser in Neumarkt

Pressemeldung vom 10. November 2011, 16:01 Uhr

Informationsabend im Reitstadel gut besucht

Die Organisatoren des Informationsabends „Nachhaltiger Umgang mit Wasser“ waren mit der Resonanz aus der Bevölkerung sehr zufrieden. Etwa 200 Bürgerinnen und Bürger fanden den Weg in den Neumarkter Reitstadel, um sich über Schutz und nachhaltige Nutzung der wertvollen Ressource „Wasser“ zu informieren. Die Stadt Neumarkt führte diesen Informationsabend in Kooperation mit der Firma HUBER SE und der Neumarkter Lammsbräu durch und berief sich dabei auf die weitere Umsetzung des Leitzieles „Lernen für unsere Zukunft“ aus dem Stadtleitbild im Rahmen der Auszeichnung „Stadt der Weltdekade 2011/2012 – Bildung für nachhaltige Entwicklung“.
Oberbürgermeister Thomas Thumann begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wies dabei auf die permanenten Bemühungen der Stadt Neumarkt hin, Themen der Nachhaltigkeit einerseits zu vermitteln, insbesondere auch durch die jährlich stattfindende Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz. Andererseits legen die Verantwortlichen in Neumarkt großen Wert darauf, auch konkrete Umsetzungsschritte zu vollziehen, um die Stadt nachhaltig zu gestalten und dadurch eine hohe Lebensqualität zu sichern, sei es im Bereich des Klima-, des Natur- oder des Umweltschutzes.
Hauptreferent des Abends war der Träger des Stockholm Water Prize 2003, Prof. Dr. Dr.- Ing. Drs. h.c. Peter Wilderer. Wilderer verdeutlichte, was es bedeutet, wirklich nachhaltig mit der Ressource Wasser umzugehen. Sei es für uns selbstverständlich, dass jeden Tag Wasser aus dem Wasserhahn in höchster Qualität fließe, so schwierig stelle es sich für über 1 Mrd. Menschen in Entwicklungsländern dar. Noch immer hat über ein Sechstel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und etwa 2,4 Mrd. Menschen haben keine gesundheitsgerechte Entsorgung von Abwasser. Dies verursacht nach Wilderer große Probleme, die zu Not, zu Elend und zu Krankheit führen. Der Klimawandel, der in vielen Regionen der Erde zu längeren Trockenperioden führt, verschärft diese Problematik weiter. Lösungsmöglichkeiten gebe es genügend, um allen Menschen das Lebensmittel Wasser verfügbar zu machen – hierzu gehört auch die intelligente Nutzung von technischen Möglichkeiten, um Wasser sparsam verwenden und verschmutztes Wasser reinigen zu können.
Neben Wilderer referierten die beiden Träger des Deutschen Umweltpreises aus dem Landkreis Neumarkt, Dr.-Ing. E.h. Hans G. Huber und Dr. Franz Ehrnsperger. Huber verdeutlichte u.a. die große Problematik des „virtuellen Wassers“. So verbraucht die Produktion von 1 kg Rindfleisch z.B. über 15.000 Liter Wasser. Huber plädierte generell für die Besinnung auf die Kreislaufwirtschaft, um insbesondere die Situation von Menschen in Entwicklungsländern zu verbessern. Recycling von Abfällen, naturschonender Landbau sowie die Förderung der Grundwasserneubildung sind nur einige der Merkmale einer solchen Wirtschaftsweise. Ehrnsperger verdeutlichte in seinen Ausführungen, dass es für eine dauerhaft gesunde Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Wasser unabdingbar ist, die Landwirtschaft auf 100 % ökologischen Landbau umzustellen. Die Ausbringung von Kunstdüngern und Pflanzenschutzmitteln hätte in den letzten Jahren eher zu- als abgenommen. Die Auswirkungen auf das Grundwasser sind an vielen Stellen messbar. Nach seiner Überzeugung haben Rückstände von synthetischen Stoffen nichts im Lebensmittel Wasser verloren.
Bürgermeisterin Ruth Dorner, die die Veranstaltung moderierte, bedankte sich bei den Referenten und war überzeugt davon, dass der Informationsabend dazu beigetragen hat, das Bewusstsein über die wertvolle Ressource „Wasser“ zu schärfen.
Die Veranstaltung wurde finanziell unterstützt von der Sparkasse Neumarkt-Parsberg und der Raiffeisenbank Neumarkt.

Quelle: Stadt Neumarkt i.d.OPf.

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