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Neumarkt i.d.OPf.: „Rathaus IV mit Bürgerhaus“ übergeben – Oberbürgermeister Thumann bezeichnete diese Maßnahme als weitere Erfolgsgeschichte der Stadt

Pressemeldung vom 11. Mai 2015, 11:26 Uhr

Oberbürgermeister Thomas Thumann hat am Samstag das sanierte Bürgerhaus und das neue Gebäude mit Verwaltungsräumen in der Fischergasse der Öffentlichkeit übergeben. In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass die Stadt zahlreiche Erfolgsgeschichten geschrieben habe. Eine davon sei die Altstadtsanierung, die bereits seit 40 Jahren laufe und für die die Stadt bisher weit über 100 Millionen Euro investiert habe. Immer wieder habe es dafür auch Mittel aus der Städtebauförderung gegeben. Auch die Sanierung des Bürgerhauses sei nun mit Mitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ gefördert worden. Daher beteiligt sich die Stadt auch an dem erstmals bundesweit durchgeführten „Tag der Städtebauförderung“. Insgesamt habe die Stadt dafür 5,1 Millionen Euro in die Hand genommen und eine sehr ansprechende Lösung ins Werk gesetzt. Architekt Theo Nutz erinnerte in seiner Ansprache an die schwierigen Bauarbeiten und die zu erreichenden Ziele. Stadtbaumeister Matthias Seemann gab einen kurzen Rückblick auf vier Jahrzehnte Städtebauförderung in Neumarkt. Den kirchlichen Segen spendeten Domkapitular Stadtpfarrer Norbert Winner und Dekan Dr. Norbert Dennerlein. Am Nachmittag hatten die Bürger Gelegenheit, die neuen Räume zu besichtigen. Dazu gab es auch Führungen durch die Räume. Zudem stand ein Vortrag von Prof. Dr. Joachim Vossen und Dr. Thomas Wieland auf dem Programm.
Oberbürgermeister Thumann erinnerte an die Vorgeschichte des Bürgerhauses, das in der Bevölkerung nur als „Schnapsmeier“ bekannt gewesen sei. 2002 hatte die Stadt das Gebäude erwerben können und schon ein Jahr später den Beschluss gefasst, dort ehrenamtliches, soziales und nachbarschaftliches Engagement unterzubringen. 2004 schließlich wurde dort das Bürgerhaus eingerichtet. Das Stadtoberhaupt führte auch aus, wie erfolgreich sich das Bürgerhaus entwickelt habe mit heute rund 420 Einzelveranstaltungen und 6.500 Besuchern jedes Jahr, weiter 8.500 Besucher nutzen Angebote der Partnerorganisationen. Man könne sagen, dass das Bürgerhaus dazu beigetragen hat, „das bürgerschaftliche Engagement extrem zu steigern“, so Oberbürgermeister Thumann weiter. 2012 schließlich habe sich die Stadt entschlossen, das Bürgerhaus zu sanieren. Da das Nebengebäude in der Fischergasse inzwischen von der Stadt erworben werden konnte, bot sich hier eine „große Lösung an“. Entstanden ist ein kompakter Gebäudekomplex aus Alt- und Neubau mit insgesamt 2.160 Quadratmetern Nutzfläche. Neben einem Seminar- und Multifunktionsraum sowie den Räumen für die Kleinstkinderbetreuung „Storchennest“ im Altbau gibt es im Neubau 16 neue Büroräume, auf zwei Ebenen verteilt. Hinzu kommen ein Veranstaltungsraum mit 100 Quadratmetern und der neue Trau-Saal mit über 50 Quadratmetern Fläche. Auch auf behindertengerechte Ausführung und nachhaltiges Bauen sei geachtet worden. Für die Sanierung des Bürgerhauses erhalte die Stadt aus dem Programm „Soziale Stadt“ rund 750.00 Euro an Zuschuss. Oberbürgermeister Thumann wies darüber hinaus darauf hin, dass die Stadt allein in dem direkten Umfeld um das Bürgerhaus herum kräftig investiert habe bzw. gerade investiere. Das sanierte Schreiberhaus für knapp eine Million Euro stehe ebenso dafür, wie der Neubau des Stadtarchivs gleich daneben für 1,6 Millionen Euro und der Umbau der Bräugassenschule zur Ganztagesschule für 3,3 Millionen Euro. „Insgesamt sind es damit 11 Millionen Euro, die wir hier in einem kleinen Abschnitt der Altstadt ins Werk setzen und so einmal mehr zeigen, dass wir massiv und vorwärtsgerichtet Altstadtsanierung im besten Sinne betreiben“, hob Oberbürgermeister Thumann hervor. „Das ist für mich schon ein deutliches Zeichen für unsere starken Bemühungen zur Aufwertung der Innenstadt und ich bin mir jetzt schon sicher, all dies zusammengenommen wird eine tolle Bereicherung dieses Areals im Umfeld des künftigen Münster St. Johannes sein.“ Oberbürgermeister Thumann dankte allen Beteiligten für das Zusammenwirken bei der Sanierung des Bürgerhauses und dem Neubau des Verwaltungsgebäudes, allen voran dem Architekturbüro Nutz und den beteiligten Projektanten, Statikern und Firmen. Sein Dank galt auch der Regierung der Oberpfalz für die Unterstützung und auch den Mitarbeitern der Stadt, angefangen von Stadtbaumeister Seemann über den Hochbauamtsleiter Thomas Beygang und Christine Ehrnsperger vom Hochbauamt über den Leitenden Rechtsdirektor Jürgen Kohler, Standesamtsleiterin Tanja Kürzinger, den Leiter des Kulturamtes Oliver Michelsen und Ralf Mützel vom Bürgerhaus bis hin zum Leitenden Verwaltungsdirektor Josef Graf und dem Liegenschaftsamt. Auch dem Team um Stefan Weihas vom Stadtplanungsamt, das diesen „Tag der Städtebauförderung“ und die Einweihung vorbereitet hatte, dankte er herzlich.
Am 09. Mai fand in Deutschland erstmals der „Tag der Städtebauförderung“ statt. Die Einweihung des sanierten Bürgerhauses und des Neubaus mit Vortrag, Besichtigungsmöglichkeit und Führungen waren dabei einige von vielen Projekten, die bundesweit an diesem Tag durchgeführt wurden. Über 570 Kommunen beteiligten sich in diesem Jahr daran. Die beteiligten Kommunen sind in der Gesamtpräsentation auf der Internetseite www.tag-der-staedtebaufoerderung.de<http://www.tag-der-stadtebaufoerderung.de> mit aufgenommen. Der „Tag der Städtebauförderung“ wurde im September 2012 von der Bauministerkonferenz initiiert und findet 2015 zum ersten Mal statt.
Die Städtebauförderung in Deutschland ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen. In den 40 Jahren ihres Bestehens hat sie große Erfolge für eine integrierte Stadtentwicklung mit sich gebracht. Derzeit gibt es in Deutschland rund 1.800 Fördergebiete, in denen Städtebauförderungsprogramme zum Einsatz kommen. Die Programme der Städtebauförderung greifen Herausforderungen auf, die sich in Städten ergeben, um das „Funktionieren“ einer Stadt aufrecht zu erhalten oder zu optimieren. Zu den Förderprogrammen gehören „Soziale Stadt“, „Stadtumbau Ost“, „Stadtumbau West“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und „Kleinere Städte und Gemeinden“. Mit den Fördermaßnahmen sollen die Innenstädte und Ortsteilzentren unter besonderer Berücksichtigung des Wohnungsbaus sowie der Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege in ihrer städtebaulichen Funktion gestärkt werden. Auch die Wiedernutzung von Flächen, insbesondere in Innenstädten, soll unter Beachtung ihrer funktional sinnvollen Zuordnung ermöglicht werden. Nicht zuletzt dienen die Programme auch dazu, die Daseinsvorsorge von kleineren Städten und Gemeinden in dünn besiedelten, ländlich geprägten Räumen zu sichern.

Quelle: Stadt Neumarkt i.d.OPf.

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