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Ostallgäu: Ausbildung zum Seniorenbegleiter

Pressemeldung vom 19. Juni 2012, 14:36 Uhr

Ein großer Herzenswunsch der Ostallgäuer Senioren ist es solange wie möglich daheim zu bleiben. Damit dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann, bietet der Landkreis Ostallgäu und die Diözese Augsburg gemeinsam die Ausbildung zum Seniorenbegleiter an. Der Kurs umfasst 40 Stunden und startet am 20.07.12. Anmeldeschluss ist der 13.07.2012.

Die Idee, eine Ausbildung zum Seniorenbegleiter anzubieten, entstand als sich Armin Rabl, Pastoralreferent bei der Diözese Augsburg und dort zuständig für die Altenseelsorge, und Alexander Zoller, Seniorenbeauftragter beim Landkreis Ostallgäu, trafen, um sich über die Seniorenarbeit auszutauschen. Dabei stellten sie fest, die Diözese und der Landkreis verfolgen zu einem großen Teil die gleichen Ziele. Eine gute Grundlage für ein gemeinsames Projekt. Damit war die Idee, zusammen eine Ausbildung zum Seniorenbegleiter anzubieten, geboren.

Rabl und Zoller entwarfen einen Lehrplan, der sich in 8 Einheiten aufteilt und bei dem die Spannbreite von den verschiedenen Altersbildern über die Kommunikation und die Gesprächsführung bis zur finanziellen Grundsicherung im Alter geht. Zentraler Bestandteil ist der Praxisbezug. Daher wurden bewusst die Einheiten „Aktivierung von älteren Menschen“ und „Der erste Besuch – Wie gelingt die Begegnung?“ aufgenommen. Die Teilnehmer erfahren hier, wie sie hilfreiche Angebote für ältere Menschen durchführen können. Unterrichtet werden sie von erfahrenen Referenten, die aus dem Ostallgäu oder aus der Diözese Augsburg kommen.

Angesprochen werden mit dem Kurs alle, die entweder schon ehrenamtlich im Seniorenbereich aktiv sind oder Interesse daran hätten. Rabl ist bewusst, dass es manches Mal nicht leicht ist, die Zeit für den Besuch eines vierzigstündigen Kurses zu finden. Für ihn aber zählt das Interesse und die Bereitschaft sich diese neuen Qualifikationen anzueignen. Und Zoller ergänzt, wenn jemand an einem Wochenende einmal nicht kann, finden wir sicherlich Lösungen, wie der Stoff nachgeholt werden kann.

Am Ende des Kurses wartet ein Zertifikat auf die Teilnehmer. Anschließend können die Absolventen in ihrer Pfarrgemeinde, Kommune oder in einem Wohlfahrtsverband mitarbeiten und zum Beispiel alleinstehende Senioren besuchen, Nachbarschaftshilfe leisten, Fahrdienste mit ihrem Auto durchführen, Ausflüge organisieren und vieles mehr.

Ein Einsatz der sich lohnt! So Rabl und Zoller, denn gute Seniorenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag für eine menschliche und lebenswerte Gesellschaft.

Quelle: Landratsamt Ostallgäu

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