Energiewechsel

Ostallgäu: Maßnahmen zur Brandvermeidung am BWZ

Pressemeldung vom 21. Juni 2012, 12:36 Uhr

In einem Gespräch mit den Betreibern der Bayerischen Wertstoffzentrum GmbH wurden bis zur abschließenden Untersuchung der Brandursache durch das Landratsamt Ostallgäu weitere Maßnahmen zur Brandverhinderung am Gelände in Pforzen festgelegt.

In Ergänzung zu den bereits Anfang Juni besprochenen Maßnahmen zu einer verbesserten Brandbekämpfung wurden nun weitere Schritte zu einer Brandvermeidung verbindlich vereinbart. So wird bis zu einem Ergebnis der Untersuchung der Ursache des Brandes wurde die Anlieferungsmenge von Abfällen zur Verwertung nun auf 150 Tonnen pro Tag beschränkt. Diese minimierte Menge sichert eine Verarbeitung am Tag der Anlieferung bzw. am Folgetag. Mögliche Selbstentzündungen durch Lagerungszeiten können somit zusätzlich eingedämmt werden. Darüber hinaus wird auch zwischen den einzelnen Haufen ein Mindestabstand von fünf Metern eingehalten, um ein „Durchbrennen“ durch eine größere Lagermenge zu verhindern. Das Einziehen einzelner Wände, wie auch in der Bevölkerung gefordert, würde laut Feuerwehr bei einem Brand eine Löschung nur erschweren und wurde daher nicht weiter verfolgt.

Zum Weiteren ging es bei den Gesprächen um eine noch sorgfältigere Eingangskontrolle. Eine Handlungsanleitung für die Mitarbeiter und genaue Abläufe wurde mit den Betreibern besprochen und auch schon im Betrieb umgesetzt. Darin wird z.B. festgeschrieben, dass das angelieferte Material nach der Entladung durch einen Hofmeister begutachtet wird, anschließend von Bodensortierern nach Störstoffen und Wertstoffen gesichtet und erst danach in die Gewerbesortieranlage gefahren wird.

Auch die Einrichtung einer Wärmebildkamera oder einer Temperatursonde war Teil der Gespräche. Beides wurde aus Brandschutzsicht jedoch als nicht wirkungsvoll angesehen. Die Kamera könne lediglich einen Brand an der Oberfläche erkennen und eine Sonde ist – im Gegensatz zum Einsatz im Heustock – für dieses Material nicht praktikabel. Sobald diese auf hartes Material trifft, was bei dem vorhandenen Material häufig der Fall ist, wird ein weiteres Eindringen verhindert.

Vielmehr wird nun die Anlegung eines Sperrlagers geplant. Dieses kann bei der Anlieferung von Material, bei dem Zweifel zur Erfüllung der Annahmekriterien bestehen, zur Aufnahme dienen und so weiter eine Brandgefahr für übrige Lagerungen verringern.

Quelle: Landratsamt Ostallgäu

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