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Regensburg: 13. Bayerischer Präventionspreis

Pressemeldung vom 24. Juni 2015, 14:19 Uhr

Zwei Belobigungen für das Gesundheitsamt des Landkreises Regensburg

Regensburg (RL). Bereits seit 13 Jahren lobt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege jährlich einen Präventionspreis aus, um den Stellenwert von Gesundheitsförderung und Prävention hervorzuheben. Unter allen Einsendungen von Einrichtungen des Gesundheitswesens wurden vier Preisträger und vier Belobigungen von der Jury ausgewählt. Davon entfielen gleich zwei Belobigungen auf Arbeitskreise des Gesundheitsamts im Landratsamt Regensburg.

Ausgewählt wurde das Projekt „FIT – FrauenIntegration durch SporT mit Spass“ für den gelungenen Praxistransfer eines wissenschaftlichen Projektes in Stadt und Landkreis Regensburg. Den Preis im Gesundheitsministerium nahmen stellvertretend Adolfine Schade und Ute Mockert entgegen. Mockert ist die Kooperationspartnerin des Projekts der Stadt Regensburg.

Die zweite Belobigung für die hervorragende Beachtung der Qualitätsstandards in der Suchtprävention nahm für den Suchtarbeitskreis Helga Salbeck entgegen. Das ausgezeichnete Projekt zum Suchtpräventationswettbewerb beschäftigte sich mit „Strategien guter Suchtprävention in der Schule – Prämierung von Konzepten und Projekten aus der Oberpfalz“. Der Suchtpräventionswettbewerb wird auch im Bundesdrogenbericht 2015 als Projekt aus Bayern dargestellt.

Der Suchtpräventionswettbewerb für alle 200 Schulen der Oberpfalz sollte die Bedeutung des Themas stärken und die Vernetzung der Akteure in allen sieben Landkreisen der Oberpfalz und der kreisfreien Stadt Regensburg fördern.

„Wichtige Kriterien für die Entscheidung der Jury waren Methoden und Inhalte der Beiträge, die sich mit der Stärkung von Lebenskompetenzen befassten. Damit ist gemeint: Die Förderung des kritischen Denkens, der Ausbau der individuellen Entscheidungsfähigkeit, eine angemessene Stressbewältigung, eine gute Selbsteinschätzung und ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen. Die beschriebenen Fähigkeiten wirken als Schutzfaktoren. Nachweislich können starke Kinder und Jugendliche besser ‚Nein‘ sagen, auch gegen Gruppendruck. Sie haben ein besseres Gespür für sich selber. Sie wissen, wann es genug ist und was man besser gleich ganz bleiben lassen sollte. Starke Kinder können mit schwierigen und riskanten Lebensumständen besser umgehen. Insbesondere bei Jugendlichen spielt dies eine große Rolle. Das richtige Maß in den Dingen zu finden ist jedoch eine lebenslange Herausforderung“, betonte Helga Salbeck, Sachgebietsleiterin Gesundheitsförderung und Gesundheitshilfe beim Landratsamt Regensburg.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.zpg-bayern.de<http://www.zpg-bayern.de>, www.suchtinfo-oberpfalz.de<http://www.suchtinfo-oberpfalz.de>, www.sieglinde-nothacker-stiftung.de<http://www.sieglinde-nothacker-stiftung.de> und www.drogenbeauftragte.de<http://www.drogenbeauftragte.de>

„FIT – FrauenIntegration durch SporT mit Spass“
Der Zusammenhang zwischen Gesundheit und sozialer Lage ist durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt wie durch das Robert-Koch-Institut. Mit dem Sportangebot „FIT Regensburg – FrauenIntegration durch SporT mit Spaß“ sollen Frauen in schwierigen Lebenslagen aus allen Kulturen aktiviert werden, für ihre Gesundheit selbst Verantwortung zu übernehmen. Zusätzlich sollen die Sportangebote die Frauen dazu anregen, Kontakte zu anderen Frauen zu knüpfen und dies durch Spaß an Bewegung. Sport ist hervorragend geeignet, zur Integration beizutragen und psychische Belastungen abzubauen bzw. ihnen vorzubeugen.

Von März bis November 2008 fand unter wissenschaftlicher Begleitung in Regensburg ein Transfer des Erlanger Projektes BIG (Bewegung als Investition in Gesundheit) auf Regensburg statt. BIG gehört zu den Projekten „Guter Praxis“. Abgewandelt auf die Bedürfnisse in Regensburg, entwickelte sich im November 2008 daraus das Kooperationsprojekt FIT Regensburg – FrauenIntegration durch SporT mit Spaß. Es ist ein Projekt von Frauen für Frauen. In der Planungs- und Koordinierungsgruppe arbeiten verschiedene Organisationen und Einrichtungen mit, die mit sozial Benachteiligten aus allen Kulturen zu tun haben.

Zielgruppen sind Frauen mit geringem Familieneinkommen (z.B. Teilzeit arbeitende Frauen, Hartz IV-Bezieherinnen), ohne Schul- oder Berufsabschluss, mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende oder Arbeitslose. Das Besondere an diesem Angebot ist, dass es sehr kostengünstig (zum Teil sogar kostenfrei), wohnortnah und bei Bedarf mit Kinderbetreuung ist.

Geübte und ungeübte sportinteressierte Frauen können seit Januar 2009 in verschiedenen Stadtteilen Sportkurse belegen. Zwei bis dreimal jährlich erscheint ein neues Kursprogramm. Deutsche Frauen haben Spaß an der Bewegung zusammen mit Frauen anderer Nationen. So werden Vorurteile abgebaut und Freundschaften geknüpft. Jede Frau weiß von der anderen, dass sie auch nur ein geringes Einkommen hat und das verbindet. „FIT ist deshalb seit 2008 so erfolgreich, weil sich alle Partner mit vollem Engagement einbringen“, weiß Adolfine Schade vom Gesundheitsamt Regensburg durch ihre Arbeitserfahrung.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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