Energiewechsel

Regensburg: Bürger können bald aufatmen – Gutachten deckte Geruchsquelle auf

Pressemeldung vom 11. November 2011, 09:12 Uhr

Neues Abluftkonzept für Zwiebeltrocknung

Alteglofsheim. (RL) Die Zwiebeltrocknungsanlage BTZ in Alteglofsheim, die erste ihrer Art in ganz Deutschland, bekommt ein neues Abluftkonzept. In den letzten Monaten hatten sich verstärkt Bürger der Gemeinden Alteglofsheim und Köfering über Geruchsemissionen der Zwiebeltrocknungsanlage beschwert. Auf Initiative des Landratsamts Regensburg hatte der Betreiber ein Abluftgutachten erstellen lassen. Hierbei wurde die Anlage umfassend untersucht. Ergebnis: Die verstärkte Geruchsbelastung kommt von der bodennahen Abführung der Abluft der Zwiebelmühlen, in denen Zwiebelgranulat hergestellt wird. „Der Betreiber sagte zu, das Problem innerhalb der nächsten fünf Wochen zu beheben“, teilte Albert Mehrl, Umweltschutzingenieur am Landratsamt Regensburg mit.

In einem Treffen zwischen dem Landratsamt, den beiden Gemeinden Alteglofsheim und Köfering, dem Betreiber und dem beauftragten Gutachterbüro wurden die Details des neuen Abluftkonzepts für die Anlage besprochen. Die beiden Bürgermeister Helmut Stiegler (Alteglofsheim) und Klaus Schönborn (Köfering) hatten immer wieder intensiv darauf gedrängt, Lösungen für das Geruchsproblem zu finden. Die geruchsrelevante Abluftquelle aus einer Weiterverarbeitungsmühle soll in Zukunft über den 50 Meter hohen Kamin der Trocknungsanlage abgeleitet werden. Auch die Abluftgeschwindigkeit wird nochmals um zwei Meter pro Sekunde auf 15 Meter pro Sekunde erhöht. Nach Einschätzung der Experten ist mit dem neuen Abluftkonzept eine Lösung der Geruchsproblematik verbunden. „Die Emissionen werden dadurch nicht geringer, aber die Ausbreitung findet nicht mehr bodennah sonder in über 50 Metern Höhe statt. Wir erhoffen uns dadurch eine deutliche Verbesserung, was die Geruchsverbreitung in den Siedlungsgebieten angeht“, fasste Mehrl zusammen.

Das Gutachterbüro hatte auch die Abluft auf Inhaltsstoffe untersucht. Nach den Ergebnissen der Probenanalysen enthält die Abluft keine gesundheitsschädlichen Bestandteile, sondern nur Wasserdampf und ätherische Öle.

Seit dem Auftreten der Geruchsbeschwerden im Jahr 2010 ist das Landratsamt zusammen mit dem Betreiber bereits vielfach tätig geworden. So wurden 2010 wärmetechnische Messungen am Bandtrockner durchgeführt und eine Erhöhung der Ventilatoren-Abluftleistung der Bandtrockner um rund 16 Prozent vorgenommen. Im Sommer 2011 wurde zur Optimierung des Trocknungsvorganges eine Bandwaschanlage eingebaut, eine Umluftführung am Vortrockner eingerichtet, Wendewalzen im Haupttrockner eingebaut und eine Frequenzregelung der Abluftventilatoren für konstante Druckverhältnisse eingebaut.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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