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Regensburg: Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert – Im Juni stehen die Gärten in voller Blüte

Pressemeldung vom 1. Juni 2015, 15:49 Uhr

Am Landratsamt beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Tipps, die für Hobbygärtner von Interesse sind:

Im Juni fallen viele überschüssige Früchte von den Obstbäumen (Junifall). Danach kann noch von Hand ausgedünnt werden – so erntet man im Herbst zwar insgesamt weniger, dafür aber besser ausgebildete Früchte. Krautige Triebe, die der Baum nicht benötigt, kann man von Hand wegreißen (Juniriss). Das geht schneller als sie zu schneiden, die Wunden heilen besser und der Neuaustrieb im nächsten Jahr wird reduziert.
Beet-Rosen werden im Juni mit einem organischen Dünger versorgt, der nicht zu viel Stickstoff enthält. Ab Ende Juni sollte dann nicht mehr gedüngt werden, da das Holz sonst nicht mehr genügend ausreifen kann und im Winter bei Frost Schaden nehmen kann. Die verwelkten Blüten werden mit den zwei obersten Blättern geschnitten, das fördert den neuen Austrieb für eine zweite Blüte.
Im Ziergarten sollten jetzt die höheren Stauden gestützt werden, denn Starkregenfälle und Gewitter können sonst innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden an den krautigen Anteilen der Pflanzen anrichten. Entstandene Lücken kann man durch Nachpflanzung mit Sommerblumen beheben.
Alle zweijährigen Sommerblumen können jetzt gesät werden, im August bis September pflanzt man sie dann an Ort und Stelle für eine Blüte im Folgejahr. Viele Stauden, die bereits geblüht haben, können durch einen Rückschnitt zu einer Nachblüte angeregt werden. Zu diesen sog. ‚remontierenden Stauden‘ (öfter blühende Stauden) gehören zum Beispiel Salbei, Flockenblume oder Rittersporn. Allerdings sollten die Stauden gedüngt werden, denn die Pflanzen müssen für diese Anstrengung mit Nahrung versorgt werden. Dann kann man sich ab August an einer zweiten Blüte erfreuen.

Buschbohnen, Zucchini und Gurken können im Nutzgarten noch an Ort und Stelle ausgesät werden. Die ersten Lücken im Salatbeet werden durch laufende Nachpflanzung wieder geschlossen oder durch Sellerie-, Fenchel- oder Brokkoli-pflanzen ersetzt. Wer zeitig vorgetriebene Frühkartoffel gesetzt hat und sein Beet mit Vlies geschützt hat, kann im Juni schon die ersten Kartoffel ernten. Diese sollten aber gleich verbraucht werden, denn sie eignen sich noch nicht zum Lagern. Rhabarber sollte nach dem 21. Juni (Johanni) nicht mehr geerntet werden, die Stiele enthalten dann mehr Oxalsäure als dem Körper gut tut.
Vergessen Sie nicht, ihr Gemüse mit einem Insektenschutznetz vor saugenden Insekten zu schützen, so können Läuse und Fliegen keinen Schaden anrichten und Schmetterlinge werden an der Eiablage gehindert.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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