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Regensburg: Erholungsort Wald – nicht immer konfliktfrei

Pressemeldung vom 4. Mai 2015, 14:49 Uhr

Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt informiert

Regensburg (RL). Jetzt im Frühling bietet der Wald wieder ideale Verhältnisse zum Entspannen und für viele sportliche Freizeitaktivitäten. Für das Ökosystem Wald stellt dies je nach Intensität, Dauer und Art der Nutzung eine Belastung dar. Sport und die Belange des Naturschutzes müssen daher unbedingt mit den Lebensansprüchen unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt in Einklang gebracht werden. Das kann gelingen, wenn dabei gewisse Regeln beachtet werden, ist Ansgar Lemper, Sachgebietsleiter der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, überzeugt.

Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz darf jeder ohne behördliche Genehmigung und ohne Zustimmung des Grundeigentümers zu Erholungszwecken alle Teile der freien Natur unentgeltlich betreten. „Dies gilt insbesondere auch für Wälder und schließt verschiedene sportliche Betätigungen ein“, sagt Lemper. Davon ausgeschlossen seien aber Motorsport, wie zum Beispiel das Geländefahren mit Quads oder Motorrädern. Hierfür gelten ausschließlich straßenrechtliche Vorschriften. So dürfen Fahrzeuge nur auf Straßen fahren, die für den öffentlichen Verkehr gewidmet sind, meist öffentliche Feld- und Waldwege. Privatwege, die als solche erkennbar sind, dürfen nur mit Zustimmung des Eigentümers befahren werden. Im Idealfall sind diese Wege mit amtlichen Schildern ausgestattet (z.B. nur Land- oder Forstwirtschaft zugelassen). Wer trotzdem mit Fahrzeugen abseits der Wege fährt oder diese dort abstellt, handelt nicht nur ordnungswidrig, sondern kann das Gleichgewicht der Natur auch nachhaltig stören.

Doreen Hapatzky von der Unteren Naturschutzbehörde weiß um die Folgen. „Gerade in den Monaten Mai und Juni, während der Setzzeit bei den Rehen, oder während der Brutzeit der Vögel von März bis Juli werden die Tiere durch Störungen aufgescheucht. Stark profilierte Reifen können insbesondere bei feuchter Witterung die Pflanzendecke kaputt machen“. Nachhaltige Schäden würden außerdem dort entstehen, wo der Mensch Naturverjüngungen betritt oder befährt. Geeignete Wege für Radfahrer im Wald könne man daran erkennen, dass ein Befahren mit dem Rad keinen Schaden am Weg hinterlasse, den der Eigentümer zu tragen hätte.

Wer diese Regeln beachtet, tut sich und der Natur – die so viel zum Wohlbefinden des Menschen beiträgt – einen großen Gefallen. Und der Wald bleibt auch für nachfolgende Generationen ein Ort der Entspannung. Für Erholungssuchende bietet das Tourismusreferat im Landkreis als Service übrigens kostenlos die Broschüren „Radeln im Regensburger Land“ und „Wandern im Regensburger Land“, die zahlreiche attraktive Routenvorschläge auch durch unsere heimischen Wälder beinhaltet. Diese stehen auf der Homepage des Landkreises unter (www.landkreis-regensburg.de<http://www.landkreis-regensburg.de> (Freizeit & Tourismus, Prospekte bestellen) zum Download bereit.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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