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Regensburg: Fachberater am Landratsamt geben Auskunft über allergieauslösende Pflanze

Pressemeldung vom 1. Juli 2015, 10:07 Uhr

Beifuß-Ambrosie

Regensburg (RL). Sie blüht bald wieder und macht gar manchem das Leben schwer: Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), auch Traubenkraut genannt, deren Pollen zu den stärksten Allergie-Auslösern zählen. Sie können zu schweren heuschnupfenartigen Symptomen oder gar zu Asthma führen. Schon kleinste Pollenmengen reichen für eine Reaktion aus. Da die Beifuß-Ambrosie auch bei uns im Landkreis vorkommt, gibt das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wo wächst die Beifuß-Ambrosie?
Sie benötigt für die Keimung offene Bodenflächen. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Straßenbankette und -ränder, Schutthalden, Mülldeponien, Industriegelände, Äcker. Im Hausgarten trifft man die Pflanze des Öfteren um die typischen Vogelfutterplätze, die man im Winter anbietet, an.

Woran erkennt man diese Pflanze?
Die Blätter der Beifuß-Ambrosie sind typischerweise zweimal gefiedert. Sie können denen des Gemeinen Beifusses ähnlich sehen, dessen Blätter allerdings unterseits silbrig-grau sind. Dies ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal. Die Blattgestalt kann sehr stark variieren, bis zu fast ungeteilten Blättern. Wenn die Ambrosie genügend Platz hat und voll besonnt steht, wächst sie stark in die Breite. Typisch ist die kerzenleuchterartige Anordnung der Blütenstände. Die Frucht ist etwa 2,5 mm breit und 3,5 mm lang.
In welchem Zeitraum blüht die Beifuß-Ambrosie?
Sie ist eine Kurztagspflanze und blüht relativ spät im Jahr. Die Hauptblütezeit liegt zwischen August und Oktober, wobei einzelne Pflanzen bereits im Juli blühen können. Die Samen der Ambrosie sind sehr lange im Boden lebensfähig und können noch nach rund vierzig Jahren keimen. Die Pflanze selbst stirbt jedes Jahr nach den ersten stärkeren Frösten ab.

Was kann ich tun, wenn in meinem Garten eine Ambrosie wächst?
Da die Pflanzen zum Teil auch Hautreizungen verursachen können, wird empfohlen, sie mit einem Handschuh zu entfernen und über den Restmüll zu entsorgen. Große Ambrosia-Bestände ab rund 100 Pflanzen sollten dem Landratsamt unter u. a. Kontakt gemeldet werden. Bei Unklarheiten stehen die Fachberater des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt gerne mit Rat zur Verfügung unter Telefon 0941/4009-361, -362 oder 619 bzw. E-Mail: garten.landschaft@landratsamt-regensburg.de<mailto:garten.landschaft@landratsamt-regensburg.de>

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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