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Regensburg: Gartentipps für den Monat Juli

Pressemeldung vom 1. Juli 2015, 12:52 Uhr

Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert

Regensburg. (RL) Wenn man den Wetterprognosen Glauben schenken darf, bringt der Monat Juli endlich den ersehnten Sommer. Einige Gartenpflanzen, vorwiegend das Gemüse, Balkon- und Kübelpflanzen, hatten mit den niedrigen Temperaturen in den letzten Wochen zu kämpfen. Andrerseits konnten die Regenwasserspeicher wieder aufgefüllt werden und leisten bei anhaltender Trockenheit wertvolle Dienste. Am Landratsamt beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Tipps, die für Hobbygärtner im Juli von Interesse sind:

Richtig gießen: Grundsätzlich gilt, dass durchdringendes Wässern für die Pflanze besser ist als ständiges Besprühen nach dem Gießkannenprinzip. Das Wasser muss an die Wurzeln, denn diese versorgen die Pflanzen. Nasses Laub begünstigt nur die Krankheitsanfälligkeit.

Der Begriff „Sommerschnitt an Obstgehölzen“ hat sich inzwischen bei vielen Freizeitgärtnern eingeprägt. Jetzt ist die beste Zeit, krautige Triebe, die auf Grund des Winterschnittes gewachsen sind, einfach herauszureißen. Für Korrekturen der Obstbaumkrone mit Säge und Schere, auch wenn sie schon älter ist, eignen sich die Sommermonate hervorragend. Das Wachstum wird im Gegensatz zum Winterschnitt gebremst. Bei Beerensträuchern ist die Zeit zur, oder gleich nach der Ernte bestens geeignet, um die Gehölze wieder in Form zu bringen.

Das Veredeln von Obstgehölzen ist für viele Freizeitgärtner zu einer interessanten Betätigung im Garten geworden. Um sich die langwierige Reiserlagerung zu ersparen, ist es auch möglich, im Sommer zu veredeln. Dazu werden die verholzten Triebspitzen ab Mitte Juli von dem Gehölz abgeschnitten, dessen Sorte man erhalten will und auf den zu veredelnden Baum gesetzt. Bis Anfang September kann man diese Arbeiten durchführen. Allerdings wird sich der Anwachserfolg bei später Veredlung erst im nächsten Jahr zeigen. Der Erfolg einer Veredelung hängt von einer ausreichenden Verwandtschaft der Gehölze und nicht zuletzt von der technisch korrekten Durchführung des geeigneten Veredelungsverfahrens ab.

Im Gemüsegarten ist die Ernte in vollem Gange. Ständige Pflegearbeiten wie gießen und Unkraut hacken dürfen nicht vernachlässigt werden. Für den Herbst und Winterbedarf muss man aber jetzt schon vorsorgen. Endivien, Radicchio, Chinakohl, Kohlrabi, Winterrettich, Salate wie Zuckerhut usw. müssen jetzt gesät bzw. gepflanzt werden. Buschbohnen für die spätere Ernte können jetzt noch gelegt werden. Tomaten, Paprika und Gurken benötigen Dünger. Ergiebige Wassergaben sind notwendig, um Wachstumsstockungen zu vermeiden. Ständiges Ernten bei Gurken und Zucchini lässt die Pflanzen nicht zu schnell ermüden und der Erntezeitraum kann dadurch verlängert werden. Ein guter Tipp im Sommer ist das Abdecken der Gemüsepflanzen mit Kulturschutznetzen, um die Schädlinge wie Lauchmotte, Kohlfliege, Kohlweißling & Co. auszusperren.

Den Sommerflor bei unseren Balkon- und Kübelpflanzen kann man durch ständiges Herausschneiden der verblühten Knospen verlängern. Samenbildung kostet unnötig Kraft. Für Nährstoffe mit geeignetem Dünger sind unsere „Blühpflanzen“ nach wie vor dankbar. Zu beachten wäre nur, dass auch die Nährstoffzusammensetzung auf der Packung für die Blühpflanzen ausgelegt ist. Der Anteil des Stickstoffes soll den Wert des Phosphorgehaltes nicht viel übersteigen.

Beobachtungen zeigen immer wieder, dass die Rasenflächen gerade in den Sommermonaten zu tief geschnitten werden. Fünf bis sechs Zentimeter Rasen sollten nach dem Schneiden auf jeden Fall stehen bleiben, um das Grün besser vor Austrocknung zu schützen. Rasengießen sollte man nicht in der Mittagshitze.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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