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Regensburg: Gartentipps für den Monat Mai – Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert

Pressemeldung vom 5. Mai 2015, 11:28 Uhr

Das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt informiert

Regensburg. (RL) Der Mai begann heuer mit Regen und Kälte. Da kann es nur besser werden, was die Temperaturen und vor allem das Wachstum betrifft. Jetzt im Mai wartet im Garten viel Arbeit auf den Hobbygärtner. Die Fachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt geben dazu nützliche Hinweise.

Im Gemüsegarten kann jetzt alles ausgesät werden, was das Herz begehrt. Beim Pflanzen sollte bei wärmebedürftigen Arten wie Tomaten, Paprika, Gurken und Auberginen noch bis zur zweiten Monatshälfte abgewartet werden.
Wichtig ist bei zunehmenden Temperaturen die richtige Bodenpflege und Nährstoffversorgung. Bodenpflege bedeutet z.B. Mulchen mit Rasenschnitt oder groben Kompost. Das erspart Arbeit und schont das Bodenleben. Für Dauerkulturen wie Gurken oder Zucchini kann auch ein Mulchvlies verwendet werden.
Dünger sollte nur ausgebracht werden, wenn die Pflanzen auch welchen brauchen. Eine Bodenuntersuchung bringt Aufschluss. Mittlerweile sind im Fachhandel einfache Hilfsmittel zur Bodenprobe für rund 20 Euro erhältlich.
Wenn die Kastanien blühen, sind auch die ersten fliegenden Feinde unserer Gartenpflanzen unterwegs. Dagegen helfen Insektenschutznetze sehr wirkungsvoll.

Jetzt beginnt auch die Balkon- und Kübelpflanzensaison. Die Gärtnereien locken mit unzähligen Neuheiten. Wer lange Freude an seinen Pflanzen haben möchte, muss den geeigneten Standort und das richtige Pflanzgefäß mit einem guten Substrat gefüllt auswählen. Bei gekaufter Pflanzerde geht Qualität vor Quantität. Eine gute Pflanzerde sollte immer Tonanteile mit beigemischt haben, das fördert die Wasserspeicherkapazität. Pflanzgefäße lassen sich sehr gut mit automatischen Bewässerungssystemen versorgen!

Im Obstgarten blühen noch die Apfelbäume. Als letztes lassen die Walnüsse ihre männlichen und weiblichen Blüten erscheinen. Hoffentlich bleibt uns dieses Jahr der starke Spätfrost der letzten Jahre erspart, der zweimal hintereinander vor allem die Walnussbäume getroffen hat. Obstbäume sollten – vor allem wenn sie älter sind – nicht zusätzlich gedüngt werden, außer sie haben erkennbare Nährstoffprobleme.

Im Staudengarten beginnt jetzt der erste Blütenhöhepunkt. Vor allem die Iris (Schwertlilie) zeigt jetzt ihre ganze Blütenpracht. Will man diese Prachtstaude lange an einem Platz halten, sollte der Boden entsprechend vorbereitet sein. Garteniris wollen keinen nährstoffreichen lehmigen Untergrund. Sie bevorzugen einen leicht durchlässigen, sandigen oder kiesigen – eher mageren – Boden. Eine Ausnahme ist die Wieseniris – sie liebt leicht feuchte, humose Standorte.
Bei Pfingstrosen werden mittlerweile die Strauchpfingstrosen immer beliebter. Sie gehören eigentlich zu den Kleingehölzen, weil ihre Triebe an der Basis verholzen. Sie erscheinen mit ihren gigantischen Blüten vor den Staudenpfingstrosen. Ihre Ansprüche an Boden und Klima sind allerdings höher als die der „klassischen“ Verwandten. Sie bevorzugen leichte durchlässige Böden und einen windgeschützten, warmen Standort – am besten in Hausnähe.
Rindenmulch oder Holzhäcksel sollten im Staudenbeet nicht verwendet werden. Sie hindern das Wachstum durch Nährstoffentzug. Wenn gemulcht wird, dann auch mit Rasenschnitt. Das Ziel sollte allerdings eine geschlossene Pflanzfläche sein, in der sich unerwünschte Kräuter nicht mehr entfalten können.

Die Rasenpflege ist jetzt in vollem Gange. Wer einen dichten, „grasigen“ Rasen haben möchte, muss jetzt die erste Düngung durchführen. Lieber einen guten (und etwas teureren) Rasendünger verwenden als günstige Allzweckdünger. Fein abgesiebter Kompost eignet sich ebenfalls sehr gut als Nährstoffversorgung für den Rasen. Faustregel ist hier nicht mehr als drei Liter Kompost auf einem Quadratmeter Rasenfläche. Falls sich erkennbarer Filz am Boden abgelagert hat, kann auch Vertikutieren sinnvoll sein. Gegen den Moosbewuchs hilft diese Methode allerdings nicht. Das Moos, das beim Vertikutieren herausgerissen wird, wächst wieder nach.

Der neue Modetrend „Kiesbeet“ macht auch vor unseren Gärten nicht halt. Ein Kiesbeet kann durchaus sinnvoll und eine Bereicherung für den Garten sein. Leider machen viele dieser Kreationen einen traurigen, hilflosen und abweisenden, eher toten als lebendigen Eindruck. Unser Tipp: Lassen Sie sich vor einer Neuanlage ausreichend beraten und handeln Sie nicht vorschnell.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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