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Regensburg: Grenzen erleben – Brücken bauen

Pressemeldung vom 24. Juni 2015, 12:56 Uhr

Anmeldung für die 9. Oberpfälzer Psychiatrietage am 3. und 4. November in Cham läuft

Regensburg (RL). Grenzen erleben – Brücken bauen: Unter diesem Motto finden die 9. Oberpfälzer Psychiatrietage am 3. und 4. November 2015 in Cham statt. Im sozialpsychiatrischen Versorgungsnetz stoßen Beschäftigte, Betroffene und Angehörige in ihrem Alltag rasch an Grenzen. Ziel der oberpfalzweiten Tagung ist es, Ehrenamtlichen und Mitarbeitern in sozialen Berufen, Angehörigen und Interessierten Perspektiven zum Umgang mit persönlichen und institutionellen Grenzen sowie Hilfen zum „Brücken-Bau“ aufzuzeigen. Die Anmeldung für die zweitägige Veranstaltung im Joseph-von-Frauenhofer-Gymnasium läuft ab sofort.

Veranstalter der 9. Oberpfälzer Psychiatrietage sind die Oberpfälzer psychosozialen Arbeitsgemeinschaften (PSAGen) und Regionalen Steuerungsverbünde, unter Federführung der PSAG Cham und ihres Kooperationspartners, der Gesundheitsakademie Ostbayern. Mit beteiligt ist auch der regionale Steuerungsverband des Versorgungsgebiets Regensburg, deren Geschäftsführung beim Landratsamt Regensburg – Gesundheitsamt – liegt.

Das Thema ist allgegenwärtig – doch erst, wenn sich Prominente outen, spricht die Gesellschaft über Begriffe wie „Burnout“ oder „Depression“. Menschen mit psychischen Erkrankungen begegnen auch heute noch zahlreichen Vorurteilen und Schwierigkeiten in ihrem Leben. Sind die direkten Folgen der Erkrankung schon sehr beeinträchtigend für die Lebensqualität der Betroffenen, kommen darüber hinaus sehr oft noch drastische soziale Folgen, wie der Verlust des Arbeitsplatzes, der familiären Bindungen, der liebgewonnenen Lebensgewohnheiten, hinzu.

Wie kann ein Mensch, der unter einer psychischen Erkrankung leidet, es schaffen, trotz Einschränkungen und möglicher negativen Folgen der Erkrankung (wieder) ein zufriedenes und lebenswertes Leben zu leben? Wie gehen Angehörige mit dieser Thematik um, aber auch die Profis, die täglich mit Grenzsituationen in Berührung kommen? Welche Hilfsmittel gibt es, um Grenzen zu überwinden? Unter diesen Fragestellungen wurden in einer Vorbereitungsgruppe, bestehend aus Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen und Professionellen aus der stationären und ambulanten psychiatrischen Versorgung, die Psychiatrietage vorbereitet.

An den Nachmittagen der Psychiatrietage laden insgesamt 48 Workshops zum Austausch und zur Erweiterung der persönlichen Fachkenntnisse ein. Hierzu einige Beispiele: „Ich kann nicht mehr!“ oder „Ich kann weniger!“ / Grenzerfahrungen in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen / Arztgespräche auf Augenhöhe – eine trialogische Annäherung / Zusammen leben und arbeiten – ohne Drogen / usw.

Das ausführliche Programm und die Anmeldebedingungen sind unter www.sozialpsychiatrie-oberpfalz.de<http://www.sozialpsychiatrie-oberpfalz.de> zu finden. Die Tagungsgebühr beträgt 100 Euro plus Verpflegung, ermäßigt 60 Euro. Da die Teilnehmerzahl auf maximal 300 begrenzt ist, wird eine frühzeitige schriftliche Anmeldung empfohlen. Ein schriftliches Tagungsprogramm ist beim Tagungsbüro der Gesundheitsakademie Ostbayern (Tel. 09971/850145) erhältlich.

Vorträge bei den 9. Oberpfälzer Psychiatrietagen:

– Den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Grenzen haben, erfüllt leben“ hält Rainer Schmid, Pfarrer und Dozent am pädagogisch-theologischen Institut Bonn. Er wird über Grenzerfahrungen, Behinderung und Krankheit und über ein erfülltes Leben sprechen.
– Professor Dr. med. Wolfersdorf, ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Bayreuth, hält einen Fachvortrag mit dem Titel „Suizidbeihilfe/Ärztlich assistierter Suizid – die psychiatrische Position“.
– Prof. Dr. Stefan Bierling, Universität Regensburg, hält einen Fachvortrag mit dem Titel „Nelson Mandela – vom Staatsfeind Nr. 1 zum Versöhner“.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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