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Regensburg: Interkulturelle Öffnung bei Beratung im Fokus

Pressemeldung vom 11. Mai 2015, 08:40 Uhr

Gleichstellungsbeauftragte Rogowsky lud zum Netzwerktreffen des Arbeitskreises „Frau und psychische Gesundheit“ ins Landratsamt

Regensburg (RL). Im Landratsamt trafen sich am Mittwoch Mitglieder des seit über 15 Jahren bestehenden Arbeitskreises „Frau und psychische Gesundheit“ sowie Vertreterinnen unterschiedlicher Beratungsorganisationen für Frauen in Krisensituationen. Der Arbeitskreis hatte unter Federführung der Gleichstellungsbeauftragten des Landratsamts, Maria-Luise Rogowsky, zum jährlichen Netzwerktreffen eingeladen. Neben dem Rückblick auf vergangene Aktivitäten wie dem Vortrag über „Interkulturelle Kompetenz“ durch die Arbeitskreis-Sprecherin, Diplompsychologin Anne Komorek-Magin, stand diesmal die interkulturelle Öffnung der in der Frauenberatung agierenden Institutionen im Vordergrund.

Das Beratungsangebot für Frauen ist breit gefächert und steht allen offen. Doch gerade Frauen mit Migrationshintergrund zögern oftmals, diese Hilfen in Anspruch zu nehmen. Basierend auf dieser Erkenntnis hatte sich der Arbeitskreis bereits im vergangenen Jahr intensiv mit dem Thema „Barriereabbau für Frauen mit Migrationshintergrund“ auseinandergesetzt und will die Erkenntnisse in einen für diese Zielgruppe ausgerichteten Leitfaden einfließen lassen. Auch an diesem Vormittag stand dieses Thema im Mittelpunkt.

Diplompsychologin Heike Abt vom Institut für Kooperationsmanagement befasste sich in ihrem Referat mit den Möglichkeiten der interkulturellen Öffnung. Im Rahmen ihres Vortrags kam sie auf die Zugangsbarrieren zu sprechen. Als Beispiele nannte sie die in Deutschland übliche „Kommstruktur“, die oftmals fehlenden Sprachkenntnisse, das mangelnde Vertrauen in Vertreter öffentlicher Einrichtungen, kulturelle Vorbehalte, fehlende Informationszugänge, kulturell unpassende Beratungsmethoden und eine nicht auf die Zielgruppe ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit.

Hier gelte es nun auf der jeweiligen Ebene der Organisation anzusetzen und zum Beispiel leicht verständliche und auch Migrantinnen ansprechende Flyer herauszubringen, beziehungsweise Internetpräsenzen aufzubauen.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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