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Regensburg: Jugendsozialarbeit jetzt auch an Realschulen

Pressemeldung vom 11. Mai 2015, 14:45 Uhr

„Filialen der Jugendhilfe“ an 20 Schulen im Landkreis sind ein Erfolgsmodell

Regensburg. (mr) Seit kurzem gibt es auch an den drei Realschulen im Landkreises Regensburg Jugendsozialarbeiterinnen. Anika Baumeister (Realschule Obertraubling), Angelika Hilpert (Realschule Regenstauf) und Stefanie Kaufmann (Realschule Neutraubling) kümmern sich als Mitarbeiterinnen des Kreisjugendamts in den Schulen um die Schülerinnen und Schüler. Sie helfen bei Schwierigkeiten in der Schule oder in der Familie, bei psychischen Problemen, Mobbing, Sucht und vielem mehr. Bei Bedarf besuchen die Jugendsozialarbeiterinnen die Kinder- und Jugendlichen auch in den Familien. Bei einer Pressekonferenz im Landratsamt stellten die drei Jugendsozialarbeiterinnen ihre Aufgaben zusammen mit den drei Schulleitungen vor.

„Jugendsozialarbeit im Landkreis Regensburg ist ein Erfolgsmodell. Durch die Präsenz vor Ort können wir ein niederschwelliges Angebot bieten“, betonte Landrätin Tanja Schweiger. Bayernweit gibt es nur elf geförderte Stellen für Jugendsozialarbeit in Bayern an Realschulen, davon allein drei im Landkreis Regensburg. „Wir freuen uns sehr, dass wir durch Hartnäckigkeit unser Ziel erreicht haben, an allen drei Realschulen in unserem Landkreis eine geförderte Stelle zu bekommen“, erklärte die Landrätin.

„Insgesamt sind Jugendsozialarbeiter/innen an 20 Schulen im Landkreis eingesetzt, vorwiegend an Mittelschulen, sonderpädagogischen Förderzentren, dem Beruflichen Schulzentrum Regensburger Land und auch an Grundschulen“, informierte Yvonne Hruby, die die Jugendsozialarbeit an Schulen im Kreisjugendamt koordiniert. Dafür wendet der Landkreis pro Jahr rund eine Million Euro auf. Ein Drittel davon zahlt der Freistaat Bayern. Diese Investition, vor allem in präventive Maßnahmen sind nachhaltig, betonte Kreisjugendamtsleiter Karl Mooser: „Jugendsozialarbeit an Schulen ist das effektivste Mittel des Jugendamts. Die Straftaten im Jugendbereich sind in den letzten Jahren um rund ein Drittel gesunken. Hierzu hat sicherlich auch die Jugendsozialarbeit an Schulen mit beigetragen. Und auch das Vertrauensverhältnis zum Jugendamt ist dadurch deutlich besser geworden.“ Letzteres bestätigte auch Karl-Heiz Mathy, Konrektor der Realschule Neutraubling: „Die Kinder öffnen sich gegenüber den Jugendsozialarbeitern mehr als gegenüber den Lehrern.“ Auch Berührungsängste zwischen der Schule und dem Jugendamt seinen abgebaut worden, erklärte Monika Müller-Sperl, Leiterin der Realschule Obertraubling. Markus Hartl, Rektor der Realschule Regenstauf, lobte die Vernetzung zwischen den Lehrerinnen und Lehrern und den Jugendsozialarbeiterinnen. Prävention komme so viel besser an als vorher.

Vor ihrem Start an den Realschulen hatten die drei neuen Jugendsozialarbeiterinnen bereits im Kreisjugendamt hospitiert um möglichst viele Stellen kennenzulernen, die für ihre Arbeit an den Schulen wichtig sind. An den Schulen wurden sie auch gleich mit einigen „Problemfällen“ konfrontiert, berichteten Anika Baumeister, Angelika Hilpert und Stefanie Kaufmann. Erste Erfolge ihrer Arbeit seinen bereits deutlich erkennbar, lobten die Schulleitungen die Jugendsozialarbeiterinnen.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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