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Regensburg: Junges Leben im alten Pfarrhof

Pressemeldung vom 1. August 2016, 13:12 Uhr

Buntes Programm beim „Tag der offenen Pfarrhoftür“ in Altenthann – Künstlersymposium fand gelungenen Abschluss

Ein kunterbuntes Fest setzte am Sonntag den gelungenen Schlusspunkt der Projektwoche mit Künstlersymposium und Schülerworkshops im ehemaligen Pfarrhof in Altenthann. Der Verein „Altenthanner Eltern“ hatte sein traditionelles Kinder-Sommerfest zum ersten Mal auf das Gelände des Pfarrhofs verlegt. Künstler und Künstlerinnen aus der Region hatten während der vergangenen Woche über vor Ort an Skulpturen, Objekten und Installationen gearbeitet und nun zum Abschluss ihre Werke der Öffentlichkeit präsentiert. Zu sehen waren auch Werke von Schul- und Kindergartenkindern, als Ergebnisse der Workshops. Im Rahmen der landkreisweiten Reihe „Kultur in alten Mauern“ gab es außerdem die Gelegenheit, bei einem „Tag der offenen Tür“ den barocken Pfarrhof zu besichtigen. Die Besucher konnten sich auch über ein mögliches Nutzungskonzept für den alten Pfarrhof informieren, das von den Büros „Cultheca“ und „A2-Architekten“ erstellt wurde. Es handelt sich dabei um die Idee eines Landkreis-Kulturzentrums, in dem das als Mitmach-Museum neu gestaltete Heimatmuseum seinen Platz finden soll. Das Museumskonzept sieht den Landkreis Regensburg als Träger des Kulturzentrums vor.

Erläutert wurde das Nutzungskonzept von Professor Dr. Gerhard Waldherr vom Büro „Cultheca“. Das Kulturzentrum könnte für Wechselausstellungen, moderne Kunstprojekte und flexible Nutzungen Verwendung finden. Wichtig sei den Ideengebern die Gesamtkonzeption als innovatives „Mitmachmuseum“ für Kinder und Jugendliche. Dabei stehe Altenthann nicht für sich alleine. Vielmehr spreche man von einer Einbindung in die „Kulturachse Ost“, von Vernetzung mit Ensembles wie etwa dem Kloster Frauenzell. Durch Einbeziehung in touristische Projekte der Region könnten Synergieeffekte genutzt werden. Das Kulturzentrum Altenthann soll als Leuchtturmprojekt mit Ausstrahlung über den Landkreis hinaus wirken, so Professor Dr. Waldherr. Auch die Kosten für die mögliche Zukunft des barocken Pfarrhofs waren Thema. Die Summe aller Investitionskosten liege bei rund 4 Millionen Euro. Die Zukunft des Pfarrhofs sei mit sehr viel Geld verbunden, die Projektwoche und das Abschlussfest wären daher auch ein Indikator, um herauszufinden, was hier entstehen könnte und wie viel lebendige Kultur es aktuell schon im alten Pfarrhof gebe, erwähnte Landrätin Tanja Schweiger bei der Begrüßung der anwesenden Gäste.

Der Kulturreferent des Landkreises, Dr. Thomas Feuerer, erläuterte den Besuchern das mögliche Nutzungskonzept anhand ausgestellter Pläne zur denkmalgerechten Restaurierung. Dazu gehörten die Rückführung der historischen Gartenanlage, ein Lehrgarten, bespielbare Freiflächen und ein Festplatz für Bürger und Vereine. Neu gebaut werden soll das Kulturhaus mit Museumsdepot. Hier könnten auch flexible Räume für Wechselausstellungen, Seminare, Aktivprogramme, Werkstätten, Events, Konzerte, Vorträge und Lesungen geschaffen werden. Ein Stadel-Ersatzbau würde während des Museumsbetriebes als Café dienen, aber auch autark nutzbar sein. Unter der Überschrift „Eine Vision für Altenthann“ sei darüber hinaus der Neubau eines Dorfladens mit regionalem Warenangebot geplant, erläuterte Dr. Feuerer.

Am Sonntag aber standen die Kunst und ein buntes Programm mit Blasmusik und Volkstanz im Vordergrund. Zum Auftakt marschierten die Altenthanner Kinder auf und zeigten den „Kikeriki“. Unter der Regie des Trachtenvereins „Burglinden“ Brennberg, der sich während der Projektwoche mehrfach Zeit genommen hatte, um den Kindern Volkstänze beizubringen, führten die Buben und Mädchen eine „Sternpolka“ auf. Elternvereins-Vorsitzender Rochus Braun freute sich besonders über den Besuch der Landrätin: „Dass nach 34-jährigem Bestehen heute das Licht einer Landrätin auf unseren Verein fällt, ist toll“, so Rochus Braun. Die Landrätin bedankte sich herzlich bei den Kindern und den Organisatoren für das bunte Programm sowie bei den Gästen für ihr zahlreiches Erscheinen. „Ein herzliches Vergelt’s Gott allen Beteiligten für das gelungene Programm. Es ist schön zu sehen, wie viel junges Leben im alten Pfarrhof steckt.“

Mitveranstalter waren am Sonntag der Berufsverband Bildender Künstler Oberpfalz/Niederbayern e. V., die Berufs- und Interessenvertretung der freischaffenden bildenden Künstlerinnen und Künstler in Ostbayern und der Freundeskreis Heimatmuseum Altenthann, der seit über 25 Jahren das örtliche Museum betreibt.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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