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Regensburg: „Miteinander Jung und Alt“ – Ein Gewinn für alle Seiten

Pressemeldung vom 23. Juni 2015, 14:04 Uhr

Regensburg (RL). Die Förderung der Begegnung zwischen jungen und alten Menschen steht im Mittelpunkt des von der Gleichstellungsbeauftragten Marie-Luise Rogowsky und Maria Reischl von der Servicestelle für Senioren und Behinderte initiierten Projekts „Miteinander Jung und Alt“. Das seit 2011 inzwischen in fünf Gemeinden realisierte Konzept kann als voller Erfolg verbucht werden, denn die in diesem Rahmen von den Schülern regelmäßig durchgeführten Besuche in den örtlichen Seniorenbetreuungseinrichtungen werden von beiden Seiten als Bereicherung empfunden.

Bei einem vor Ort Termin der Vertreterinnen des Landratsamts im Senioren- und Pflegeheim in Kallmünz wurde schnell deutlich, dass dieses Projekt für beide Seiten einen Gewinn darstellt. Nach anfänglichen Berührungsängsten hätte sich ein richtiges Vertrauensverhältnis zu den jeweils von ihnen besuchten Bewohnern ergeben, erzählten die Schülerinnen Sabrina Dietrich, Anna Meindl, Alissa Philipp, Sophie Zuber und Kristin Hengl und freuten sich darüber, dass sie von den Senioren zum Teil wie die eigenen Enkel behandelt würden und sie ihnen daher so manches erzählen könnten, was sie anderen Menschen vielleicht nicht so gerne anvertrauen würden. Einige der jungen Mädchen können sich sogar vorstellen, später den Beruf der Altenpflegerin zu erlernen. Auch wenn sie im kommenden Schuljahr vielleicht nicht mehr an diesem Projekt teilnehmen werden, wollen sie auf jeden Fall weiter den Kontakt zu den von ihnen betreuten älteren Menschen pflegen. Dr. Eva Schropp kümmert sich als Projektleiterin der Schule um die Jugendlichen und Heimleiter Alois Frank hat den Schülern Betreuungskräfte zur Seite gestellt, die sie bei Unklarheiten und Unsicherheiten jederzeit fragen können.

Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung und in Anbetracht von Familienstrukturen, die einen regelmäßigen Kontakt zwischen den Generationen oftmals erschweren, wollten Rogowsky und Reischl die Begegnung zwischen den alten und jungen Menschen fördern. Sie haben daher ein Konzept entwickelt, wie dies in der Praxis aussehen kann. Diese Orientierungshilfe für die Konzipierung von regelmäßigen Besuchen von Schülern in Seniorenheimen wurde an die entsprechenden Einrichtungen geschickt. Inzwischen sind Schulen in Regenstauf, Lappersdorf, Schierling, Obertraubling, Wenzenbach und Kallmünz mit von der Partie. Unter der Federführung eines Projektleiters in der Schule besuchen Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe regelmäßig die Seniorenheime vor Ort und haben auf diese Weise die Bewohner kennengelernt. Rogowsky und Reischl hoffen nun, dass diese positiven Projektrealisierungen im wahrsten Sinne des Wortes noch weiter Schule machen, sprich, noch mehr Schulen bei dem Ehrenamtsprojekt mitmachen.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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