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Regensburg: Polizei und Landratsamt arbeiten gut zusammen

Pressemeldung vom 10. Juni 2015, 12:03 Uhr

Sicherheitsbericht 2014 – Mehr Gesamtstraftaten und höhere Aufklärungsquote

Regensburg. (mr) Die Anzahl der Straftaten ist im Landkreis Regensburg im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 5.139 Straftaten angestiegen. Dies erklärte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister beim jährlichen Sicherheitsgespräch im Landratsamt. Landrätin Tanja Schweiger hatte den Polizeipräsidenten mit seiner Führungsmannschaft, die vier Polizeiinspektionsleiter des Landkreises und die Leiter der Kriminalpolizei und der Verkehrspolizei eingeladen, um zusammen mit den Abteilungs- und Sachgebietsleitern des Landratsamtes die Sicherheitslage im Landkreis zu erörtern. Die Landrätin bedankte sich bei der Polizei für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr. „Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt. Ich möchte diese unkomplizierte Zusammenarbeit gerne fortsetzen“, betonte Landrätin Tanja Schweiger.

Häuser und Wohnungen besser gegen Einbrüche sichern
Einen überproportionalen Anstieg von 41,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den Wohnungseinbrüchen. Im Jahr 2014 wurden 82 Einbrüche im Landkreis verzeichnet. Dabei hatten es die Kriminellen vor allem auf Schmuck, Bargeld und leicht transportable Hightech Elektrogeräte abgesehen. „Bitte lassen Sie möglichst wenig Bargeld und Schmuck zuhause liegen“, appellierte deshalb der Polizeipräsident an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis und empfahl Häuser und Wohnungen gegen Einbrüche besser zu sichern. „Einbrecher wollen möglichst schnell ins Haus und wieder weg. Funktioniert das nicht, lassen sie meistens schnell vom ausgesuchten Objekt ab“, erklärte Polizeivizepräsident Michael Liegl. Bei 40 Prozent der Einbrüche blieb es deshalb beim Versuch. Die Polizei bietet den Bürgerinnen und Bürgern auch eine Beratung an, wie sie sich besser gegen Wohnungseinbrüche schützen können. Die Experten der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg helfen Ihnen gerne, Telefonnummer: 0941/506-2775 oder -2776.

Verstärkte Polizeiarbeit deckte mehr Delikte auf
Den weiteren Anstieg der Gesamtstraftatenzahl führte der Polizeipräsident vor allem auf eine verstärkte Polizeiarbeit zurück. Bei der Rauschgiftkriminalität gab es einen Anstieg um 51 Prozent auf insgesamt 245 Fälle. „Weil wir verstärkt kontrolliert haben“, betonte der Polizeipräsident. „Aktive Polizeiarbeit“ habe auch dazu beigetragen, dass mit 852 Vermögens- und Fälschungsdelikten der höchste Wert in den letzten zehn Jahren erreicht wurde. Somit sei die Steigerung der Gesamtdelikte um 8,4 Prozent durchaus erklärbar.

Der Landkreis ist immer noch einer der sichersten in Bayern
„Der Landkreis Regensburg ist trotzdem immer noch der sicherste Landkreis in der Oberpfalz und einer der sichersten Landkreise in Bayern“, erklärte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister. Im Jahr 2014 gab es erfreulicherweise kein Tötungsdelikt. Die Gewaltkriminalität ging deutlich um 11,9 Prozent auf 104 Fälle zurück. Auch die Straßenkriminalität erreichte mit 903 Fällen den zweitniedrigsten Wert der letzten zehn Jahre. Die Aufklärungsquote, die den Anteil der aufgeklärten Straftaten beschreibt, sei erfreulicherweise um 2,3 Prozent auf 63,4 Prozent gestiegen.
Die Häufigkeitszahl, ein Wert, der die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner wiedergibt und somit ein wichtiger Indikator für die objektive Sicherheitslage ist, stieg im Vergleich zum Vorjahr im Landkreis Regensburg um 191 auf einen Wert von 2.763 an. Die Gemeinde Altenthann weist (bei 9 Straftaten in 2014 in Bezug auf 1.538 Einwohner) mit 585 die geringste Häufigkeitszahl auf. Die Gemeinde Neutraubling hat mit 5.062 die höchste Häufigkeitszahl aller 41 Landkreisgemeinden (671 Straftaten in 2014 in Bezug auf 13.255 Einwohner). In Bayern liegt der Durchschnittswert für die Häufigkeitszahl bei 5.164.

Verkehrsunfälle leicht gesunken
Die Verkehrsunfallzahlen 2014 sind im Vergleich zum Vorjahr von 5.105 auf 5.085 gesunken. „Die Anzahl der Verkehrstoten ging von 17 auf 8 zurück“, informierte Polizeivizepräsident Michael Liegl. Erfreulich sei, dass die Alkoholunfälle innerhalb der letzten zehn Jahre um rund 20 Prozent auf derzeit 67 zurückgegangen sind. Die Unfälle mit überhöhter Geschwindigkeit gingen in den letzten zehn Jahren um rund 40 Prozent auf 155 zurück. Dieter Fetzer, Leiter der Verkehrspolizei, informierte, dass die Verkehrspolizei 2014 im Landkreis 270 Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt habe. Die Höchstgeschwindigkeit erreichte ein Motorradfahrer bei Hohenschambach mit 245 Stundenkilometern bei erlaubten 100 Stundenkilometern. Er musste seinen Führerschein abgeben. Insgesamt wurden 275 Fahrverbote verhängt.

Prävention, bevor etwas passiert
Hand in Hand arbeiten Polizei und Landratsamt auch im Bereich der Prävention, bei sogenannten Störergruppen. Gemeint sind damit meist Jugendliche, die durch Ruhestörung oder Sachbeschädigungen auffällig geworden sind. Die Polizei meldet die Personalien bei Kontrollen an das Jugendamt. „Wir führen dann sehr schnell Gespräche mit den Eltern der Jugendlichen. Dies zeigt bei den meisten Jugendlichen Wirkung“, berichtete Jugendamtsleiter Karl Mooser. Auch die Jugendsozialarbeiter an mittlerweile 20 Schulen im Landkreis würden erheblich dazu beitragen, Konflikte gar nicht entstehen zu lassen. „Wir sind sehr glücklich über den guten Zugang, den unsere Jugendsozialarbeiter zu den Familien der Schülerinnen und Schüler gefunden haben. Jugendamt und Schule arbeiten hier sehr gut zusammen“, erklärte Schulrat Klaus Dierl.

Gute Zusammenarbeit beim Thema Asyl
„Wir haben derzeit 861 Asylbewerber in 28 Gemeinden des Landkreises untergebracht“, informierte Wolfgang Sedlaczek, Leiter des Ausländeramts, im Landratsamt. Bis Ende des Jahres 2015 werden im Landkreis Regensburg nach aktuellen Prognosen rund 1.300 Asylbewerber erwartet. Landrätin Tanja Schweiger bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Polizei auf diesem sensiblen Aufgabengebiet.

Einigkeit bei allen Gesprächsteilnehmern herrschte darüber, dass das Sicherheitsgespräch auch weiterhin fester Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Landratsamt bleiben wird.

Das Sicherheitsgespräch wurde vor sechs Jahren ins Leben gerufen, um die Vernetzung zwischen Polizei und Landratsamt auszuweiten. In Problemfällen kann so schneller und zielgenauer reagiert werden. Überschneidungen zwischen Polizei und Landratsamt gibt es viele, beispielsweise mit dem Jugendamt, der Straßenverkehrsbehörde, dem Jagd- und Waffenrecht, dem Schulamt, dem Gesundheitsamt oder bei Vorbereitungen für Großveranstaltungen.

Den Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Oberpfalz können Sie unter www.polizei.bayern.de/content/2/1/7/6/3/8/sicherheitsbericht_2014.pdf<http://www.polizei.bayern.de/content/2/1/7/6/3/8/sicherheitsbericht_2014.pdf>
herunterladen. Der Landkreis Regensburg ist auf den Seiten 191 bis 201 zu finden.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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