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Regensburg: Warum die Kooperation mit der Stadt so wichtig ist

Pressemeldung vom 16. Juli 2015, 08:49 Uhr

Schülerinnen des Werner-von-Siemens-Gymnasiums befragten Landrätin Tanja Schweiger im Rahmen des Schulprojekts „Mach mit“

Regensburg (RL). Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Regensburg? Mit dieser und noch anderen Fragen im Gepäck waren die Schülerinnen Anna, Kristin, Janina und Lucia der 8a des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Regensburg mit ihrer Klassenleiterin Dr. Daniela Baumer ins Landratsamt Regensburg gekommen. Ihr Auftrag lautete, die Informationen aus diesem direkten Gespräch mit Landrätin Tanja Schweiger in ihre Schulprojekt-Arbeit „Mach mit – Entdecke deinen Landkreis!“ einfließen zu lassen.

Eine Stunde nahm sich Landrätin Tanja Schweiger Zeit, um den Wissensdurst der Schülerinnen zu stillen. Nach einem kurzen „Warm-up“, in dem sie ihre Aufgaben als Landrätin skizzierte und die vielen Funktionen darstellte, die sie in den verschiedenen Gremien einnimmt, ging sie auf die Anliegen der Bürger ein, die sich beim Landratsamt melden. „Da sind viele Bausachen dabei, bei denen wir einen Konsens finden müssen, was rechtlich umsetzbar ist. Ich erhalte aber auch viele Einladungen zu Veranstaltungen, bei denen ich als Repräsentantin des Landkreises dabei sein darf“, sagte Landrätin Tanja Schweiger. Beschwerden seien eher wenige dabei, was ihr zeige, „dass die Bürger mit der Arbeit im Landratsamt zufrieden sind“.

In punkto Zusammenarbeit mit der Stadt erfuhren die Schülerinnen, dass es Kooperationen etwa auf dem Gebiet der Sparkasse, dem Regensburger Verkehrsverbund (RVV) und zwischen den Jugendämtern bereits seit langem gebe. Forcieren wolle man diese Zusammenarbeit noch in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Landrätin Tanja Schweiger betonte dabei, dass Voraussetzung für ein Gelingen das Wollen beider politischen Spitzen ist. „Der Oberbürgermeister und ich treffen uns regelmäßig und sprechen Themen ab. Die Kooperation ist deshalb so wichtig, weil die Grenzen zwischen Stadt und Land fließend sind. Wir verstehen uns als eine Region und dies entspricht auch der Lebenswirklichkeit der Menschen“, erklärte sie. Eine noch engere Zusammenarbeit sei etwa im Tourismusbereich denkbar.

Schwieriger sei die Zusammenarbeit ihren Worten zufolge dort, wo viele verschiedene Interessen aufeinanderprallen, wie das bei der Verkehrsinfrastruktur der Fall ist. Hier gelte es auch die Bedürfnisse der 41 Landkreisgemeinden im Auge zu behalten („Politik muss den Leuten vor Ort vermittelbar sein“).

Wenngleich es noch nicht die „großen“ Verkehrsthemen sind, die die Schülerinnen beschäftigen, hat die eine oder andere bereits in ihrem persönlichen Lebensumfeld Erfahrungen gemacht, die die Verkehrspolitik berühren. Da wurde etwa der fehlende Radweg von Grünthal nach Regensburg moniert („Für uns ein großer Umweg“). Landrätin Tanja Schweiger kennt die Thematik, die freilich in den Zuständigkeitsbereich der Stadt fällt und meinte augenzwinkernd: „Wenn ihr euren Interviewtermin beim Oberbürgermeister habt, dann könnt ihr ihm das gleich sagen. Ich habe ihm diesbezüglich auch schon einen Brief geschrieben und um den Bau gebeten.“

Sagen, wo etwas besser werden soll und kann, sei wichtig, erfuhren die Schülerinnen. Natürlich könne die Politik – dahinter stecken ja immer Menschen, die von ihren Mitbürgern gewählt worden sind – nicht alle Probleme selbst lösen. „Dazu“, so die Landrätin, „sind auch die Bürger vor Ort, also in den Gemeinden, gefragt.“ Kommunale Selbstverwaltung heiße, dass die Gemeinden über einen eigenen Handlungsspielraum verfügen und Probleme daher schneller beheben können und sollten.

Für Anna, Janina, Lucia und Kristin stand es am Ende des Besuchs zwar fest, dass sie sich (noch) keinen Job als Politikerin vorstellen können. Und doch hatte ihnen das Gespräch im Anschluss an die Fragerunde gezeigt, wie wichtig Politik auch auf unterster Ebene ist: Dass es gerade die Menschen an der Basis in den Gemeinden braucht, die sich für lokale Belange einsetzen, damit die kommunale Selbstverwaltung auch funktionieren kann.

Landrätin Tanja Schweiger hatte im Alter der Mädchen übrigens auch noch keine politische Karriere im Sinn. Aber irgendwann war die Zeit gekommen, wo es für sie einfach passte – und sie politisch Verantwortung übernahm. „Ganz egal, ob man sein Leben lang den gleichen Beruf ausübt oder auch mal etwas Neues ausprobiert – Hauptsache ist, dass man das, was man macht, auch gerne macht“, gab die Landrätin den Schülerinnen mit auf den Weg.

Quelle: Landratsamt Regensburg – Pressestelle

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