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Rosenheim: Programm – Kulturelle Bildung für Familien in Rosenheim

Pressemeldung vom 17. Februar 2012, 09:27 Uhr

Über das Programm Kulturelle Bildung für Familien in Rosenheim werden in diesem Jahr wieder die Bewegungsschule und das offene Basketballtraining der Sozialen Stadt an den Rosenheimer Grundschulen gefördert.

Die drei Begleitausschüsse der Sozialräume Nord, Ost und West haben die Projektanträge für die zusätzlichen Sportstunden an der Grundschule Happing, an der Volksschule Fürstätt, an der Grundschule an der Prinzregentenstraße und an der Astrid Lindgren Grundschule genehmigt. In diesen vier Schulen wird Diplom Sportlehrer Tomasz Podrazka auch in diesem Jahr die Bewegungsschule wieder durchführen. Das Projekt läuft schon erfolgreich seit 2005.
Über den Fortgang des Projekts freuen sich am meisten die 120 Kinder die derzeit das zusätzliche Bewegungsangebot in Anspruch nehmen.

Mit großem Eifer kommen die Schüler und Schülerinnen in die freiwilligen Sportstunden. Die Eltern sind begeistert: „Am liebsten geht unsere Tochter in den Unterricht von Herrn Podrazka, dafür lässt sie alles liegen uns stehen“, schwärmt beispielsweise eine Mutter.
Podrazka kommt an bei den Kindern. Podrazka hört zu und die Kinder hören Podrazka zu.

Er kann die Freude an der Bewegung vermitteln, die in der stressigen Schulzeit zwischen Noten und immer öfters ausfallenden Sportstunden häufig verloren geht.
Das Training besteht aus Übungen, die es so im normalen Sportunterricht gar nicht gibt. Der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund und eben nicht die Leistung. „Ich lasse mir immer was neues einfallen,“ berichtet Podrazka, „die Kinder fragen mich immer schon vor der Stunde, was wir denn heute lustiges Turnen.“
Podrazka hat die Turnübungen zum einen aus alten Lehrbüchern, die er einst an der Sportuniversität in Krakau studiert hat oder zum anderen aus den neusten Fortbildungen zur Gesundheitsförderung für Kinder. „Die meisten Übungen habe ich mir jedoch selber einfallen lassen“, meint der 58 jährige.
So wird die Sporthalle bei der Bewegungsschule nicht nur als normaler Trainingsort genützt, sondern ist während den Turnstunden ein Fantasieland für die Kinder: Seile, Ringe und Leitern werden da schnell zu einem wilden Dschungel, Langbänke und Kästen zu einem schmalen Gebirgspfad. Alles ist möglich bei ihm.
Doch so ungewöhnlich die Bewegungsschule für Außenstehende sein mag, so erfolgreich ist sie. Im vergangenen Jahr konnten 49 Kinder mit Hilfe von Podrazka in Rosenheimer Sportvereine vermittelt werden.
Neben dem ESV Rosenheim, dem Sportbund DJK Rosenheim, der Win Taekwondoschule, dem ASV Happing und dem MTV Rosenheim haben auch viele Tanzschulen durch den Zulauf der Kinder aus der Bewegungsschule profitiert.
„Die Vermittlung der Kinder in die Sportvereine ist oberstes Ziel in diesem Projekt“, erklärt Podrazka. „In den Vereinen sind die Kinder gut aufgehoben. Sie lernen dort im Team zu arbeiten, den Umgang mit Siegen und Niederlagen und viele andere Fähigkeiten die in der Schule häufig untergehen.“
Das offene Basketballtraining der Sozialen Stadt Rosenheim ist das andere Erfolgsprojekt von Podrazka. Hier können Kinder und Jugendliche aus den drei Stadtteilen der Sozialen Stadt, Happing, Lessingstraße und Endorfer Au/ Finsterwalderstraße kostenlos teilnehmen. Seit 2003 läuft das Projekt. 2010 wurde es mit dem Integrationspreis der Regierung von Oberbayern ausgezeichnet. Das Preisgeld von 2.500 Euro stellte Podrazka der Bürgerstiftung Rosenheim zur Verfügung.

Die drei Begleitausschüsse haben dieses Projekt 2012 wieder genehmigt; ebenfalls finanziert über das Programm Kulturelle Bildung für Familien.
Genau wie in der Bewegungsschule landen auch hier die Teilnehmer früher oder später in den Sportvereinen. Als Beispiel dafür steht die aktuelle Bayernligamannschaft des Sportbund DJK Rosenheims. Viele Talente dieses Teams kommen aus den Stadtteiltrainings der Sozialen Stadt. Ikar Nsi, Hermann Michl, Alexander Schweiger, Marcel Freiwald oder Mathias Kräh fingen einst im offenen Basketballtraining an und sind jetzt Leistungsträger im jüngsten Team der Bayernliga. Podrazka selbst betreut diese Mannschaft für den SBR. Auch hier schafft er großes. „Am Anfang dachten alle, dass wir mit dieser jungen Mannschaft kein Spiel in dieser Liga gewinnen werden. Schon jetzt haben wir drei Siege heimgefahren und wir stehen erst in der Mitte der Saison.“, freut sich der Trainer.
Podrazka, früherer Bundesligatrainer in Polen und in Deutschland hat sich schon lange aus dem Profigeschäft verabschiedet.

Die Kinder und Jugendlichen in Rosenheim sind jetzt seine Aufgabe. Er hat seinen eigenen Stil, seine eigenen Methoden und seine eigene unnachahmliche Weise mit den Kindern zu kommunizieren.

Seine Schüler lieben ihn und er liebt seine Aufgabe die er in Rosenheim gefunden hat. „Im Profigeschäft gibt es selten Dank! In der Bewegungsschule und im offenen Basketballtraining erfahre ich die Dankbarkeit der Kinder jedoch jeden Tag“, ist Podrazka stolz.

So profitieren Vereine, wie auch die Kinder von den beiden Projekten der Sozialen Stadt.

Quelle: GRWS-Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt Rosenheim mbH

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