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Rosenheim: Soziale Stadt – Stadtteilentwicklung in Rosenheim – Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement

Pressemeldung vom 25. September 2013, 11:58 Uhr

Stadtteilversammlung Altstadt Ost: „Integrität statt Anonymität“
Am Donnerstag, dem 19. September 2013, fanden sich interessierte Bürger im Konferenzsaal der Sozialen Stadt Rosenheim um 18.00 Uhr zur Stadtteilversammlung Altstadt-Ost für eine lebendige Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Altstadt-Ost zusammen. Den Dialog mit Dr.-Ing. Hans-Peter Dürsch vom Institut für Stadtentwicklung Rosenheim suchten rund 30 Bürgerinnen und Bürger und erzielten durch ihr Engagement einen angeregten Diskurs über Probleme und Erfolge des bunten Stadtteils.
Außerdem wurde über zwei Anträge an den Bürgerfonds Altstadt-Ost abgestimmt. Zum einen wurde die Einrichtung eines Fonds für das Ehrenamtsprojekt „Paten für Flüchtlingsfamilien“ gewünscht. So sollen Bürger, wie Antragsteller Jakob Menthel, die einem Flüchtling ehrenamtlich mit Rat, Tat und oftmals auch durch finanziellen Aufwand zur Seite stehen, unterstützt werden. Bisher mussten entstandene Kosten für Lehrmaterial oder Busfahrkarten allein vom Paten gestemmt werden.

Zurzeit leben mehr als 90 Asylbewerber, die meisten aus Afghanistan, aber auch aus Syrien, Uganda oder dem Kongo in Rosenheim. Darunter sind Familien und Alleinerziehende mit Kindern im Alter von 6 Monaten bis 18 Jahren. Durch die einstimmige Genehmigung des Antrags werden die Paten nun merkbar entlastet und den Flüchtlingen kann schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Der zweite Antrag kam von Gabriele Gerg, Elternbeiratsvorsitzende der Astrid-Lindgren-Schule, und wurde durch die Schulleiterin, Inge Thaler, vorgestellt. Nicht deutschsprachigen Erstklässlern solle eine Alternative zu einer unzumutbaren Busfahrt mit gefährlichen Straßenüberquerungen von der Grundschule an der Prinzregentenstraße in den Kinderhort Jonathan gewährt werden.

Das Staatliche Schulamt hat eine Übergangsklasse in der Prinzregentenschule für Kinder ohne Deutschkenntnisse eingerichtet. Dort sollen die 6-Jährigen unterrichtet werden, um sie so schnell wie möglich in ihre Regelschule Astrid-Lindgren-Schule zurückführen zu können. Nach hitzigen Diskussionen wurde dem Antrag letzten Endes mehrheitlich zugestimmt. Damit übernimmt der Förderverein Miteinander e.V. den Transport der Kinder mit dem dortigen Stadtteilbus.

Anschließend begann ein ansprechender Vortrag von Dr.-Ing. Hans-Peter Dürsch, der mit einer Zeitreise in das Frühjahr 2006 startete. Die nun im Vorher-Nachher-Vergleich trist erscheinenden Landschaften ließen einigen Anwesenden kalte Schauer über den Rücken laufen. Durch Sanierungsmaßnahmen und ornamentierende Gestaltung wurde laut Dürsch und den Mitgliedern der Stadtteilversammlung einiges verbessert.Die neuen Ziele der Stadtentwicklung im Raum Altstadt-Ost sei nun „die Fortschreibung und Evaluation bisheriger Maßnahmen in diesem Gebiet“.

Um dies zu erreichen bedient sich die Stadtentwicklung alter Erfolgsrezepte aus der goldenen Vergangenheit der Stadt Rosenheim, die sich beispielsweise am Alt-Rosenheimer „Hammerviertel“ orientieren. Der Name geht auf den alten Kupferhammer zurück, dem später eine Messingfabrik angegliedert wurde. Der Hammer- und der Mühlbach führen durch diesen Ortsteil, der immer schon durch Industrie und Handwerk geprägt war.

Des Weiteren sei durch die Sanierung und Modernisierung bedürftiger Gebäude eine durchaus positive Entwicklung eingetreten, so Dürsch. Dies bestätigten auch die anwesenden Bewohner, die bis auf einzelne Ausnahmen, wie beispielsweise die Nutzung der Nickelwiese, zufrieden waren.
Zum Schluss durften Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen und Anregungen zur Verbesserung der Altstadt-Ost geben. So klagen einige Anwohner über Risse in Wänden, die durch die Grundwasserspiegelabsenkung wegen Baumaßnahmen entstanden sind. Auch bemängeln Bürger die Verkehrsführung Rosenheims, insbesondere den kleinen Kreisel am Ludwigsplatz und die Ellmaierkreuzung.

„Wir wünschen uns als Anwohner des Stadtteils Altstadt-Ost mehr Informationen über uns betreffende Planungen“, so Martin Kärcher, Hausbesitzer der Steinböckstraße. Und Anwohnerin Gabriele Wittekindt meinte: „Durch kritische Fragen und klare Antworten war die Veranstaltung in meinen Augen ein voller Erfolg. Gerne höre ich weitere lebhafte Vorträge.“
Alle Anmerkungen der Bürger wurden an die Stadtplanung weitergeleitet. Gemeinsam mit der Sozialen Stadt sind nun weitere Informationsveranstaltungen für die Bürger geplant.
Die nächste Stadtteilversammlung der Altstadt-Ost wurde auf Donnerstag, den 14. November 2013, festgesetzt. Herzlich eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Informationen erhalten Sie auf www.sozialestadt-rosenheim.de oder per Telefon unter 08031/2321358. Unser Büro finden Sie An der Burgermühle 10 in Rosenheim.

Quelle: GRWS-Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt Rosenheim mbH

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