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Rothenburg ob der Tauber: Zwei Sonderausstellungen begleiten in Rothenburg ob der Tauber das Reformationsjahr

Pressemeldung vom 13. Dezember 2016, 14:41 Uhr

Für eine Zeitreise in die religiös wie kulturell wirkmächtigen Dekaden der Reformation und Renaissance muss man anderenorts aufwendige Inszenierungen betreiben. Oder viel Phantasie mitbringen. Nicht so in Rothenburg ob der Tauber. Hier ist die Stadt selbst schon die beste Bühne, um die bahnbrechenden Ideen, die Kriegswirren und wirtschaftliche Blütezeit des 15. und 16. Jahrhunderts auferstehen zu lassen. Im Ring der wehrhaften Stadtmauern hütet Rothenburg ein prächtiges Bukett aus herrschaftlicher Architektur, märchenhafter Romantik und stolzer Geschichte.

Zur Lutherdekade widmen sich gleich zwei außergewöhnliche Sonder-Ausstellungen dem Thema: Während man im Mittelalterlichen Kriminalmuseum bereits seit Mai 2016 die Ausstellung „Luther und die Hexen“ besuchen kann, wurde am 2. Oktober 2016 im Rothenburger Reichsstadtmuseum die Ausstellung „Medien der Reformation – Kampf der Konfessionen“ eröffnet.

„Mit dem Schwert oder festem Glauben – Luther und die Hexen“ Sonderausstellung vom 1. Mai 2016 – 31. Dezember 2018 im Mittelalterlichen Kriminalmuseum Mehr als 100 Exponate und modernste Museumstechnik nehmen den Besucher mit auf eine Reise durch mehrere tausend Jahre Zauber- und Aberglauben. Gerade in der Reformationsdekade fragen sich viele: Wie dachte der große Reformator über Zauberer oder Hexen? Aus wertvollsten Schriften bedeutender Kleriker lässt sich erfahren, wie man es früher mit Teufeln und Dämonen hielt. Stiche von Holbein, Dürer, Grien und Breughel erwecken die Welt des Mittelalters und der frühen Neuzeit zum Leben. Hexenhammer, grausame Foltergeräte sowie Hinrichtungswerkzeuge mahnen an eine dunkle Seite der beginnenden Neuzeit – den Hexenwahn. Warum gab es so verheerende Hexenverfolgungen im Reich und in Franken? Wieso stellten Rothenburg und Nürnberg verblüffende Ausnahmen dar? Spielte die Kirche eine Rolle bei den Verfolgungen? Waren Protestanten und Katholiken gleichermaßen anfällig für Hexenverfolgungen? Antwort auf diese und andere Fragen finden sich noch bis zum 31. Dezember 2018 in der Johanniterscheune des Mittelalterlichen Kriminalmuseums.

Geöffnet ist das Kriminalmuseum von April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr und von November bis März von 13 bis 16 Uhr. Letzter Einlass ist 45 Minuten vor Schließung. www.kriminalmuseum.eu

Quelle: Rothenburg Tourismus Service

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