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Rottal-Inn: Achtzehn Premieren stehen auf dem Programm

Pressemeldung vom 17. Februar 2012, 12:31 Uhr

Kulturausschuss des Kreistages stimmt dem Spielplan von Karl Sibelius für die Saison 2012/2013 zu

Pfarrkirchen – Unter das Motto „Der will ja nur spielen“, illustriert mit dem stilisierten Bild eines springenden Rottweiler-Hundes, stellt der designierte Intendant des Theaters an der Rott in Eggenfelden, Karl Sibelius, den ersten unter seiner Verantwortung erarbeiteten Spielplan. Die erste Spielzeit unter Leitung des 42jährigen Österreichers beginnt im September 2012.
Karl Sibelius setzt auf eine Mischung aus Schauspiel, Tanz- und Musikproduktionen, keines der Stücke, die unter seiner Intendanz in der kommenden Spielzeit zu sehen sein werden, wurde bisher auf der Eggenfeldener Bühne gezeigt.
Karl Sibelius wird nicht nur als Intendant, sondern auch Schauspieler und Regisseur in Eggenfelden tätig sein. Für Abwechslung dürfte seiner Überzeugung nach auch der Umstand beitragen, dass außer ihm noch weitere 15 Regisseure bei Inszenierungen am Theater an der Rott tätig sein werden.
Insgesamt 18 Premieren wird es in der kommenden Spielzeit am Theater an der Rott, dem einzigen deutschen Theater in Trägerschaft eines Landkreises, zu sehen geben. Zehn Schauspiel, sechs Musiktheaterinszenierungen, drei Tanzinszenierungen und zwei Konzerte hat Sibelius eingeplant. Im Bereich Schauspiel werden zu sehen sein „Männer“, ein szenischer Liederabend von Franz Wittenbrink , das Stück „Eisenstein“, eine Familiensaga des Reisbacher Autors Christoph Nußbaumeder, die rustikale Komödie „Bertha und Martha“ mit den beiden bekannten Schauspielerinnen Sarah Camp und Monika Manz, sowie „Der verkaufte Großvater“ in der Fassung von Franz Xaver Kroetz. Mit der Kabarettistin Lisa Fitz in einer der Hauptrollen wird „Die Präsidentinnen“, ein Stück von Werner Schwab zu sehen sein. Nach Hendrik Ibsens Klassiker „Gespenster“ folgt dann das Kinderschänderdrama „Die Beichte“ von Felix Mitterer und das erste Theaterwerk von Herbert Achternbusch, „Ella“. Als Freilichtaufführung im Eggenfeldener Theatron ist Heinrich von Kleists „Amphitryon“ zu sehen.
Im Bereich „Musiktheater beginnt die Saison mit dem Ein-Mann-Musical „Adam Schaf hat Angst“ von Georg Kreisler, die Titelrolle hat Karl Sibelius selbst übernommen. Eine große Musicalproduktion so recht zur Weihnachtszeit wird „Annie“, die Geschichte eines Waisenkindes, die auch als Film ein großer Erfolg war. „Meisterklasse – ein Schauspiel mit Oper“ lässt die Operndiva Maria Callas auf ihr Leben zurückblicken, die Titelrolle ist mit der „Grande Dame“ des Eggenfeldener Theaters, Helga Hemala-Fischer besetzt.
Mit „Orpheus und Eurydike“ von Willibald Gluck, musikalisch begleitet vom bekannten Barockorchester „L’Orfeo“ mit historischen Instrumenten gibt es ein Opernhighlight im Programm des Intendanten. Als Kontrast dann wieder ein Ein-Personen-Stück, geschrieben und gespielt von Sibelius selbst: „Rose“ erzählt die Geschichte eines alternden, transsexuellen Pornostars, die Inszenierung war in Linz ein großer Erfolg.
Eine besondere Inszenierung dürfte die einzige Operette im neuen Spielplan sein: „Die polnische Hochzeit“ stammt aus der Feder des jüdischen Komponisten Josef Beer. 1937 uraufgeführt, wurde das Stück von den Nationalsozialisten aus allen Programmen verbannt, erst vor wenigen Jahren wurden die Vorlagen zu der schwungvollen Operette wieder entdeckt, jetzt findet die Deutschlandpremiere in Eggenfelden statt.
In der Tanzsparte choreografiert der Argentinier Daniel Morales Pérez mit seinem Bruder, dem berühmten Flamencotänzer Elias, das Stück „Bodas de sangre“ nach Federico García Lorcas berühmten Werk „Bluthochzeit“. Die wohl außergewöhnlichste Produktion der Saison findet ebenfalls im Tanzbereich statt: das Projekt „Weil i di mag“ bringt Schüler zweier Eggenfeldener Ballettschulen ebenso auf die Bühne wie interessierte Laien, die gerne dabei sein wollen – ob mit oder ohne Tanzerfahrung.
Auf dem Programm des neuen Intendanten stehen außerdem eine Silvestergala und ein Neujahrskonzert.
Der dafür zuständige Kulturausschuss des Kreistages zeigte sich mit der vom designierten Intendanten vorgetragenen Zusammenstellung offensichtlich sehr zufrieden: ohne Nachfrage und einstimmig wurde der Spielplan genehmigt.
-red

Quelle: Landratsamt Rottal-Inn

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