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Starnberg: Bergstraße 86 in Gauting

Pressemeldung vom 18. Juni 2015, 10:36 Uhr

Wohnen ist Wohnen, egal welche Hautfarbe die Bewohner haben

In der Bergstraße 86 in Gauting dürfen Asylbewerber wohnen. Das Verwaltungsgericht München bestätigte in seiner Eilentscheidung die Haltung des Landratsamtes Starnberg.

Seit Kurzem leben Flüchtlinge in der Bergstraße 86 in Gauting . Davon fühlt sich ein Nachbar gestört. Er beschwert sich über „grauenhafte und unserer Kultur fremde Musikgeräusche“ und darüber, dass auf seiner Terrasse nur „Kauderwelsch“ zu hören sei. Mit Klage und Eilantrag beim Bayerischen Verwaltungsgericht München hat er versucht, gegen die unliebsamen Nachbarn vorzugehen. Sein Anliegen war es, eine Nutzung des Gebäudes durch Asylbewerber zu verhindern.

Das Verwaltungsgericht hat schnell entschieden und in seiner Entscheidung deutlich gemacht, dass es sich in der Bergstraße 86 nicht um eine soziale Einrichtung handelt, sondern um eine Unterbringung von Asylbewerbern, die einer Wohnnutzung herkömmlicher Art sehr nahe kommt. Sie sei vergleichbar mit einer Wohngemeinschaft, wie man sie zum Beispiel bei Studenten findet. Die Bewohner bestimmen ihren Tagesablauf eigenständig und versorgen sich selbst. Es gibt keine Gemeinschaftsverpflegung und keine dauerhafte Aufsicht.

Landrat Karl Roth freut sich über die Entscheidung: „Das Gericht setzt damit ein wichtiges Signal: Wohnen ist gleich Wohnen, egal, welche Hautfarbe die Bewohner haben. Ich bin sehr froh, dass die Gemeinde Gauting und die überwältigende Mehrheit der Bürger die Unterbringung und Integration der Asylbewerber so großartig mittragen und unterstützen.“

Quelle: Landratsamt Starnberg

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