Energiewechsel

Starnberg: Kreisgruppe des Bundes Naturschutz

Pressemeldung vom 11. Februar 2010, 08:37 Uhr

Kreisgruppe des Bundes Naturschutz bewirbt sich um bundesweites Landschaftspflege- und Klimaschutzprojekt
Als einzige Region in ganz Bayern wurde der Landkreis Starnberg in die enge-
re Auswahl für das vom Bundesamt für Naturschutz geförderte Projekt „Syner-
gien von Grünlandpflege und Klimaschutz“ genommen. Am 16. Februar geht es
in Leipzig in die nächste Bewerbungsrunde. Dort versucht die Kreisgrupp
Starnberg des Bundes Naturschutz mit ersten Ergebnissen zum Nutzen dieses
Projektes für den Landkreis zu punkten.

Die Kreisgruppe Starnberg des Bundes Naturschutz e.V. arbeitet derzeit für die“Pilotregion Landkreis Starnberg“ an einem vom Bundesamt für Naturschutz
geförderten Projekt zum Thema „Synergien von Landschaftspflege und Klima-
schutz“. Bundesweit wurden für die Vorphase des Projektes sechs Regionen
ausgewählt. Eine dieser Auswahlregionen, die Einzige in Bayern gelegene, ist der Landkreis Starnberg. Ziel des Projektes ist, zu untersuchen, ob – und wenn
ja, wie – in der Pilotregion Material, das im Rahmen der Landschaftspflege an-
fällt, für die Gewinnung von regenerativen Energien herangezogen werden
kann. Möglicherweise könnte die energetische Verwertung von Pflegeschnitt-
gut langfristig sogar zu einer Reduzierung der Kosten für Pflegemaßnahmen
führen. Dadurch würde eine echte Win-Win-Situation entstehen. Hierzu wurden
vom Bund Naturschutz in Zusammenarbeit mit Landwirten und der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Starnberg Daten zusammengestellt, die
unter anderem den naturschutzfachlichen Nutzen des Projektes für die Region
Starnberg verdeutlichen sollen.

Der Landkreis Starnberg zeichnet sich durch wertvolle Biotopstrukturen sowie
großräumige und hochwertige Schutzgebiete aus. Aus der Sicht der Unteren Naturschutzbehörde wäre es ein echter Gewinn, wenn Schnittgut, für das es
keine traditionelle Verwendung in der Landwirtschaft gibt beziehungsweise dieVerwertung betriebswirtschaftlich unrentabel geworden ist, nachhaltig verwer-
tet werden kann. Immer mehr Flächen fallen aus der Landbewirtschaftung. In
Folge dieser Verbrachung ist unter anderem eine starke Zunahme von Gewäch-
sen, wie beispielsweise Neophyten, zu beobachten. Diese ortsfremden Pflanzen verändern unser Landschaftsbild nachteilig und verdrängen zunehmend heimische Tier- und Pflanzenarten aus ihren angestammten Lebensräumen. Gerade in Zeiten des agrarstrukturellen Wandels wäre die Landschaftspflege mit einer energetischen Verwertung eine zusätzliche und kontinuierliche Einkommensquelle für die Landwirtschaft.

Die Kreisgruppe Starnberg des Bund Naturschutzes wird am Faschingsdienstag in Leipzig erste Ergebnisse beim Bundesamt für Naturschutz vorstellen. Im Rahmen der Vorphase werden drei Regionen ausgewählt, in denen konkrete Umsetzungsprojekte mit weiteren Fördermitteln des Bundesamtes für Naturschutz realisiert werden können. Es bleibt also spannend, ob die nächste Runde erreicht werden kann

Nähere Informationen im Internet unter www.landschaftspflegeverband.de in der Rubrik Projekte, nachwachsende Rohstoffe.

Quelle: Landratsamt Starnberg – Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis