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Starnberg: Landkreis übergibt Bewerbung zur Bildungsregion

Pressemeldung vom 27. Mai 2015, 13:11 Uhr

Der Landkreis Starnberg hat seine Bewerbung um das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ abgegeben. Im Rahmen des zweiten Dialogforums im Landratsamt überreichte Landrat Karl Roth die Bewerbungsmappe an den Ministerialdirigenten des Bayerischen Kultusministeriums Stefan Graf. Dort wird nun geprüft, ob die Voraussetzungen vorliegen und die Bewerbung erfolgreich ist.

Rund 100 Gäste waren letzte Woche in den Sitzungssaal des Landratsamtes gekommen um bei der Übergabe dabei zu sein. Landrat Karl Roth erinnerte mit einem kurzen Videoclip an das erste Dialogforum vor rund einem Jahr in der Schlossberghalle. „Ihre Zustimmung war der Grundstein für die einjährige Vorbereitung der Bewerbung“, sagte Roth. In dieser Zeit tagten fünf verschiedene Arbeitskreise, die ihre Ergebnisse im Rahmen der Veranstaltung vorstellten. Nach der Zustimmung aller Anwesenden übergab Roth die offizielle Bewerbungsmappe an den Vertreter des Ministeriums. Die rund 140 Seiten umfassende Bewerbung wird nun von den zuständigen Ministerien überprüft. Fällt das Ergebnis positiv aus, so kann dem Landkreis das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ verliehen werden. „Wir sind sehr positiv gestimmt, dass wir diese Bezeichnung bald führen dürfen“, so Roth. „Unser regionales Konzept ist in erster Linie aber nicht auf die Verleihung des Gütesiegels gerichtet, sondern auf Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit. Wir wollen ein gutes und passgenaues Bildungsangebot für alle Altersgruppen und Bildungsbereiche“, betont Roth weiter.

Der Alltag unserer Familien hat sich während der letzten Jahren stark verändert: oftmals sind beide Elternteile berufstätig oder ein alleinerziehender Elternteil muss für das gesamte Familieneinkommen Sorge tragen, was die Fremdbetreuung von immer mehr Kindern nötig macht. Ganztagsschule und außerfamiliäre Betreuungseinrichtungen gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung wirkt sich eklatant auf das Freizeit- und außerschulische Bildungsverhalten aus, beispielsweise die Inanspruchnahme von Angeboten der Vereine oder der Jugendarbeit betreffend. Verknüpfung, Verzahnung und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Schulentwicklungsplanung und allen anderen Bildungsträgern ist daher erforderlich, damit die Herausforderungen der Bildung, Erziehung und Betreuung gemeistert werden können. Der Landkreis verfügt über viele Bildungsangebote und etablierte Kooperationen zwischen sämtlichen Bildungsträgern, Betreuungsakteuren und Wirtschaftsunternehmen. Mit dem Bildungskonzept will der Landkreis Transparenz schaffen, um diese Angebote steuern und vernetzen zu können. Es soll auch die Möglichkeit eröffnen, Fehlendes zu installieren und Defizite zu beheben.

Die Übergabe der Bewerbung erfolgte im Beisein der leitenden Regierungsschuldirektorin Anneliese Willfahrt sowie des Vorsitzenden der Konferenz der Schulaufsicht Ernst Fischer. Bereichert wurde die von der Leiterin des Fachbereichs Jugend und Sport Rosemarie Merkl-Griesbach moderierte Veranstaltung durch die Aufritte der Zirkusgruppe vom heilpädagogischen Hort der Lebenshilfe in Breitbrunn, der Harfenspielerin Vroni Hein und drei Schülern der Musikschule Starnberg, die mit Gitarre, Kontrabass und Gesang begeisterten. Das Landschulheim Kempfenhausen zeigte an diesem Nachmittag eine Kunstausstellung und einen Kurzfilm über eine Modeschau aus alternativen Stoffen.

Ein Bildungsrat unter der Federführung von Martin Liebl, Schulleiter des Landschulheims Kempfenhausen, wird die wertvolle Arbeit weiterführen. Eine erste Starnberger Bildungskonferenz ist für Herbst 2016/Frühjahr 2017 geplant. „Wir bleiben am Ball, getreu dem Motto: „Schlaue Köpfe – kurze Wege!“, so Landrat Karl Roth.
26 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern haben das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ bereits erhalten. Ziel dieser Initiative, die vom bayerischen Kultusministerium in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium ins Leben gerufen wurde, ist es, durch den Dialog verschiedenster Bildungsakteure die regionale Bildungslandschaft zu steuern, um den Bürgerinnen und Bürgern ein passgenaues Angebot vorzuhalten.

Quelle: Landratsamt Starnberg

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