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Starnberg: Notfallmappe für Senioren

Pressemeldung vom 22. Juni 2015, 12:13 Uhr

Informationen sollen Betroffenen und Angehörigen im Ernstfall helfen

Adressen, Formulare, Versicherungen, Vollmachten und Verfügungen. Viele kennen das Problem: Wo habe ich gleich wieder was abgelegt? Um vor allem in hektischen Situationen, in denen die Gesundheit von Menschen bedroht ist, alle wichtigen Informationen an einer Stelle griffbereit zu haben, erstellte die Fachstelle für Senioren im Landratsamt zusammen mit dem Herrschinger Seniorenbeirat eine Notfallmappe. „Die Zusammenführung aller wichtigen Informationen und Dokumente war ein Wunsch vieler älterer Menschen, die sich an der Erstellung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes beteiligt haben“, erklärt Landrat Karl Roth.

Das im Dezember letzten Jahres veröffentlichte Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Starnberg wird seit Anfang dieses Jahres umgesetzt. „Bei der Erstellung entstanden insgesamt rund 50 Maßnahmen, die wir nach und nach abarbeiten“, so Thomas Schwab von der von der Fachstelle für Senioren. In diesem Prozess wurden auch Stimmen laut, dass gerade ältere Bürger im Landkreis ein zentrales Schriftstück benötigen, in dem sie selbst oder auch ihre Angehörigen im Bedarfsfall alle notwendigen Informationen finden.

Die Notfallmappe des Landkreises enthält Formulare, die im Krankheitsfall oder bei einem Unfall für die Angehörigen oder die Ersthelfer wichtig sein können. Informationen, wo Versicherungs- und Vorsorgedokumente sowie Vollmachten hinterlegt sind oder welche Medikamente regelmäßig eingenommen werden, werden hier zusammengeführt. Aber auch für die Betroffenen selbst kann die Notfallmappe als Nachschlagewerk dienen. Ob es um die Adressen der behandelnden Ärzte, der Apotheke oder der eigenen Angehörigen geht, all das kann im ersten Teil der Mappe ausgefüllt werden.

Der zweite Teil enthält sogenannte Checklisten. Sie unterstützen die Bürger dabei, zum Beispiel bei einem anstehenden Krankenhausaufenthalt an alle wichtigen Punkte zu denken. Die Mappe bietet aber auch Platz für Informationen, bei welchen Personen Vollmachten – sei es für die Bank oder auch für möglicherweise notwendige gesetzliche Betreuungen – hinterlegt sind.

Die „Notfallmappe für ältere Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Starnberg“ richtet sich in erster Linie an ältere Mitbürger, denen auf diese Weise eine gewisse Sicherheit gegeben werden soll. Selbstverständlich können die Formulare aber auch für jüngere Bürger hilfreich sein. „Wichtig ist, dass die Einträge regelmäßig aktualisiert werden“, sagt Schwab.

Die Handreichung kann auf der Homepage des Landratsamtes kostenlos heruntergeladen werden (http://www.lk-starnberg.de/NotfallmappeSenioren). Sie ist aber auch als Druckwerk beim Landratsamt, Thomas Schwab, Telefon 08151 148-586, E-Mail schwab.soziales@lra-starnberg.de, sowie in den Rathäusern der Gemeinden erhältlich.

Quelle: Landratsamt Starnberg

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