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Tourist-Information Wertach: „Jodlar-Prob“ in den Allgäuer Bergen – Alpine Kehlkopfübung mit Urkunde

Pressemeldung vom 26. Mai 2015, 12:06 Uhr

Im Oberallgäuer Feriendorf Wertach gibt ein spezialisierter Musikpädagoge einmal im Jahr Unterricht im Jodeln. Die nächste öffentliche „Jodlar-Prob“, an der auch Urlaubsgäste teilnehmen können, findet am 13.Juni 2015, ab 16 Uhr, statt. Schon der weitgereiste Dichterfürst Goethe bemerkte: „Im Jodeln ist ein Sehnsuchtston zu vernehmen“. Das Wort „Jodeln“ erschien 1796 zum ersten Mal in einem Wörterbuch. Ursprünglich diente es dazu Signale über größere Distanzen zu übermitteln. Die hohen Töne der Kopfstimme sind über weite Entfernungen vernehmbar. So haben beispielsweise auch Holzfäller Ihre Arbeit mit dem Jodelruf aufeinander abgestimmt. Die Art des Tons vermittelte die Bedeutung. Die Empfänger der Signale kannten deren Bedeutung und handelten entsprechend. Kein Instrument kann eine Gefühlslage besser ausdrücken, als die menschliche Stimme. Das Jodeln nimmt für sich in Anspruch Liebe, Leid und Freude ganz besonders intensiv auszudrücken. Die Liebe bezieht sich neben den zwischenmenschlichen Beziehungen auch auf die Liebe zur Natur, zur Heimat, zur Freiheit und auf die Liebe zu Gott. Bereits 1934 wurde die Wertacher Jodlergruppe als eine der ersten Jodlergruppen des Allgäus gegründet. 1977 kamen die Wertacher Singföhla hinzu. Im Jahre 1980 gründete sich die Jodlergruppe „Wertacher Buabe“. Die jüngste Gruppe „Mir mitanond“ besteht aus Männer und Frauen. Um dieses Brauchtum zu erhalten und weiterzugeben veranstaltet der Markt Wertach einmal jährlich die „Wertacher Jodlar-Prob“. Hier soll das Gedankengut von Generationen mit dem „Jodlar“ und dem Jodellied weitergegeben werden. Die Veranstaltung beginnt mit einer zweistündigen „Jodlarprob“ bei der die Dynamik, die richtige Atmung und Technik vermittelt werden soll. Außerdem soll auch der Allgäuer Dialekt den Teilnehmern näher gebracht werden. Das Singen und Jodeln macht nicht nur Spaß, sondern ist auch noch gesund. Studien zufolge baut regelmäßiges Singen und Jodeln Stress ab und bringt den Körper in Bewegung. Das Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt und das Immun- system positiv beeinflusst. Auch Verspannungen lassen sich durch Singen lösen. So gelangt der Atem beim Singen tiefer in den Bauch, wodurch mehr Sauerstoff vom Körper aufgenommen und die Durchblutung gefördert wird. Im Prinzip kann jeder Singen, der auch sprechen kann. Man muss sich nur trauen. Den Unterricht erteilt Josef Lochbihler, staatl. geprüfter Musiklehrer.

Anschließend wandern die Teilnehmer zu einer Hütte auf der man sich dann mit der Jodlergruppe zum gemeinsamen Singen und Jodeln trifft. Neben Hüttenmusik und Brotzeit erhält jeder Teilnehmer eine „Urkunde“.

Quelle: Tourist-Information Wertach

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