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Universitätsklinikum Regensburg: 4.200 Mal ein neues Leben

Pressemeldung vom 20. Juli 2015, 09:04 Uhr

Das Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) feiert sein 20-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 1995 gab das Zentrum bereits 4.200 Menschen in Ostbayern durch Organ- und Stammzelltransplantation die Chance auf ein neues Leben.

„Ich bin unendlich dankbar, dass ich das noch erleben darf“, freut sich Peter Schlauderer, als er sein erstes Enkelkind in den Arm nimmt. Möglich ist dies für den fünffachen Vater und frischgebackenen Großvater nur aufgrund von drei Organtransplantationen. Der heute 48-Jährige erkrankt als Kind an Diabetes Typ 1. Mit Beginn der Erkrankung versagten seine Bauchspeicheldrüse zum Teil, seine Nieren im weiteren Verlauf ganz. Mit 33 Jahren ist Peter Schlauderer auf zwei neue Organe angewiesen. Er hat Glück, nach sechs Monaten erhält er den lebensrettenden Anruf aus dem Transplantationszentrum Regensburg. Weitere sechs Jahre später erneut ein Schock für die Familie. Aufgrund eines angeborenen Schadens verschlechtert sich seine Leber dramatisch, und Peter Schlauderer wird erneut auf die Eurotransplant-Warteliste gesetzt. Dieses Mal dauert es eineinhalb Jahre, bis ein passendes Organ für ihn gefunden wird. Peter Schlauderer ist dankbar: „Durch meine Organspender habe ich ein ganzes Leben geschenkt bekommen.“

Wie Peter Schlauderer hat das Transplantationszentrum des UKR bereits mehr als 4.200 Menschen in Ostbayern durch Organ- und Stammzelltransplantation ein neues Leben ermöglicht. Am 17. Juli 2015 feierte das Zentrum in einem Festakt sein 20-jähriges Bestehen. Joachim Wolbergs, Oberbürgermeister der Stadt Regensburg, betonte in seinem Grußwort, wie wichtig die heimatnahe Versorgung für Menschen sei, die eine Organ- oder Stammzelltransplantation benötigen und auch in der Nachsorge auf die entsprechende medizinische Kompetenz angewiesen sind. „Dass in Regensburg ein solches Transplantationszentrum existiert, ist für die ganze Region von großem Wert. Dabei denke ich in erster Linie an die Versorgung der Patienten, aber auch an den Wissenschaftsstandort Regensburg, der von dieser medizinischen Kompetenz profitiert“, so Joachim Wolbergs.

Quelle: Universitätsklinikum Regensburg

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