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Universitätsklinikum Regensburg: Aktiv gegen resistente Erreger

Pressemeldung vom 19. Mai 2015, 12:28 Uhr

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) stellt sich zur Bekämpfung resistenter Erreger und behandlungsassoziierter Infektionen mit einer eigenen Stabsstelle für Infektiologie neu auf.

Resistente Erreger und Infektionen, die infolge eines ambulanten oder stationären Krankenhausaufenthalts entstehen, stellen aufgrund der steigenden Zahl an Antibiotika-Resistenzen, einer alternden Bevölkerung und invasiveren Behandlungsmethoden im Klinikalltag eine immer größere Herausforderung dar. Um seine Kompetenz auf diesem Gebiet zu stärken, organisiert das UKR den Fachbereich Infektiologie nun in einer eigenen Stabsstelle und agiert damit auch proaktiv in Bezug auf die derzeitigen politischen Anstrengungen. So hat das Bundesministerium für Gesundheit in der letzten Woche eine erweiterte Form der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie vorgelegt. Erst kürzlich wurde zudem ein neuer Zehn-Punkte-Plan zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und Antibiotika-Resistenzen durch das Ministerium veröffentlicht.

Ein Drittel der deutschlandweit jährlich bis zu 600.000 behandlungsassoziierten Infektionen wären durch spezifische Maßnahmen vermeidbar. „Eine bestmögliche infektiologische Krankenversorgung und ein Fortschritt in Forschung und Lehre sind unser Anspruch. Durch die Errichtung der Stabsstelle Infektiologie können wir organisatorisch noch enger mit Bund und Ländern zusammenarbeiten und so aktiv dazu beitragen, der hohen Zahl an behandlungsassoziierten Infektionen und Antibiotika-Resistenzen entgegenzuwirken“, erläutert Professor Dr. Oliver Kölbl, Ärztlicher Direktor des UKR, die Errichtung der Stabsstelle Infektiologie.

Quelle: Universitätsklinikum Regensburg

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