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Universitätsklinikum Regensburg: Infektiologische Expertise gewürdigt

Pressemeldung vom 8. Mai 2017, 14:29 Uhr

Professor Dr. Bernd Salzberger wurde von der europäischen Fachgesellschaft für Infektiologie und Klinische Mikrobiologie (ESCMID) als einer der führenden Experten seines Gebiets ausgezeichnet.

Infektionen gehören zu den häufigsten und wichtigsten Ursachen für Erkrankungen weltweit. Viele der durch Infektionen ausgelösten Krankheiten vergehen schnell wieder – manche aber, wie Ansteckungen mit dem HI-Virus oder einem Hepatitis-Virus, können zu chronischen Erkrankungen werden, die sogar einen tödlichen Verlauf nehmen können. Infektiologen weltweit arbeiten daran, diesen Erkrankungen entgegenzuwirken, bestehende Therapieformen weiterzuentwickeln oder neue zu etablieren. Die Leistung von etwa 200 europäischen Experten auf dem Gebiet der Infektiologie und Klinischen Mikrobiologie wurde Anfang Mai 2017 durch die europäische Fachgesellschaft ESCMID gewürdigt, indem ihnen der Titel „ESCMID Fellow“ verliehen wurde. Für Deutschland wurden insgesamt sechs klinisch tätige Infektiologen, darunter Professor Dr. Bernd Salzberger, Leiter der Stabsstelle Infektiologie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), mit dem Titel ausgezeichnet.

Die „ESCMID Fellows“ werden jährlich vom Exekutivkomitee der ESCMID ausgewählt. Der Titel erkennt die Leistung der einzelnen Mediziner und Wissenschaftler in ihrem Fachgebiet an. Professor Salzberger legt seinen Schwerpunkt vor allem auf die Suche nach Vermeidungsstrategien resistenter Erreger und Infektionen, die infolge eines ambulanten oder stationären Krankenhausaufenthalts entstehen können. Hierfür arbeiten er und seine Mitarbeiter zusammen mit dem Institut für Klinische Mikrobiologie und Hygiene sowie der hauseigenen Apotheke des UKR am Antiobiotic-Stewardship-Programm (ABS) zur Verhinderung von Antibiotikaresistenzen. Das Programm umfasst Maßnahmen und Strategien, die Infektionen durch gezieltere Auswahl, Dosierung, Applikation und optimierte Anwendungsdauer von Antiinfektiva nachhaltiger bekämpfen sollen.

Die Mitarbeiter der Stabsstelle Infektiologie behandeln am UKR zudem ambulante und stationäre Patienten mit einheimischen oder importierten Infektionskrankheiten und beraten niedergelassene oder im Krankenhaus tätige Ärzte zu geeigneten Therapiemaßnahmen. Zur weiteren Verbesserung der medizinischen Versorgung werden durch die Stabstelle auch Studierende im Bereich der Infektiologie aus- und fortgebildet sowie die Forschung aktiv vorangetrieben.

Spitze in der Medizin. Menschlich in der Begegnung. Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) versorgt als jüngstes Universitätsklinikum Deutschlands jährlich etwa 35.000 Patienten stationär sowie ca. 142.000 ambulant. Hierfür hält das UKR 833 Betten und 52 tagesklinische Behandlungsplätze bereit (von insgesamt 1.087 universitär betriebenen Betten der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg). In 28 human- und zahnmedizinischen Kliniken, Polikliniken, Instituten und Abteilungen beschäftigt das Universitätsklinikum Regensburg mehr als 4.400 Mitarbeiter. Das UKR bietet Spitzenmedizin und ist dafür in allen Bereichen personell wie technisch ausgestattet. Bei der durchschnittlichen Fallschwere („Case-Mix-Index“) liegt das UKR an der Spitze der deutschen Universitätsklinika und behandelt damit die schwersten Krankheitsbilder bundesweit. Neben der Patientenversorgung der höchsten Versorgungsstufe ist das UKR gemeinsam mit der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg für die Ausbildung von rund 1.900 Studierenden (Human- und Zahnmedizin) sowie für die medizinische Forschung verantwortlich. Gemeinsames Ziel aller Mitarbeiter sind die optimale medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten sowie ein wertschätzendes Miteinander im Team.

Quelle: Universitätsklinikum Regensburg

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