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Weilheim-Schongau: 70. Bayerischer Ärztetag

Pressemeldung vom 18. Oktober 2011, 11:42 Uhr

Frau Dr. Johanna Schuster und Herr Dr. Karl Breuvertreten die Ärzteschaft des Landkreises Weilheim-Schongau

der 70. Bayer. Ärztetag findet vom 14. – 16.10.2011 in München statt.
Die Wünsche, Anregungen, aber auch Einwände der 670 Ärztinnen und Ärzte aus dem Landkreis Weilheim-Schongau werden dabei von Frau Dr. Johanna Schuster und Herrn Dr. Karl Breu vertreten.

Unter den ca. 20 Tagesordnungspunkten finden sich beratungsintensive Themen wie die Novellierung der Berufsordnung und die Änderungen der Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns.
„Um einerseits eine gute Weiterbildung zu garantieren, andererseits aber auch dem zunehmenden Ärztemangel in der Patientenversorgung entgegen zu wirken, muss die Weiterbildung der bayerischen Ärztinnen und Ärzte kontinuierlich weiter entwickelt werden“ erläutert die Delegierte zum Bayerischen Ärztetag, Frau Dr. Schuster. In Deutschland sind für die Angelegenheiten ärztlicher Weiterbildung die Landesärztekammern als Körperschaft des öffentlichen Rechts zuständig. Die Weiterbildungsordnung ist für jede Ärztin und jeden Arzt in Bayern rechtsverbindlich.
Das gilt auch für die Berufsordnung für die Ärzte Bayerns, in der die Rechte und Pflichten von Ärzten gegenüber ihren Patienten, den Berufskollegen und der Ärztekammer geregelt ist. „Wir werden die Berufsordnung u.a. an die geänderte Rechtssprechung anpassen, aber auch die Aufklärung von Patienten, die individuellen Gesundheitsleistungen und den ärztlichen Umgang mit Sterbenden neu regeln“ führt Dr. Karl Breu weiter aus. Ärzte sind bereits jetzt dazu verpflichtet, ihre Patienten vor einer Behandlung aufzuklären. Nach der Neufassung sollen Ärzte ihre Patienten, soweit dies möglich ist, nach dieser Aufklärung ausreichend Bedenkzeit einräumen. „Damit wollen wir vor allem bei den Schönheitsoperationen, die medizinisch nicht notwendig sind, sicherstellen, dass Patienten nochmals abwägen können“ so Frau Dr. Schuster. Bei den sog. individuellen Gesundheitsleistungen müssen Ärzte künftig ihre Patienten vor einer Behandlung schriftlich über die Höhe der Kosten informieren, die erkennbar nicht von der Krankenversicherung oder einem anderen Kostenträger erstattet werden.
In der gegenwärtig geltenden Berufsordnung ist ein ausdrückliches Verbot der ärztlichen Suizidbegleitung nicht enthalten. Im Gegensatz zu der bisherigen Formulierung, nach der Ärztinnen und Ärzte verpflichtet sind, auf lebensverlängernde Maßnahmen nur dann zu verzichten, wenn ein Hinausschieben des unvermeidlichen Todes für die sterbenden Personen lediglich eine unzumutbare Verlängerung des Leidens bedeutet, soll die Neufassung für mehr berufsrechtliche Klarheit sorgen: „Der Arzt hat Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter Achtung ihres Willens beizustehen“.
Darüber hinaus wird sich Dr. Breu, als Mitglied des Finanzausschusses, für die Entlastung des Vorstandes 2010 und dem Haushaltvoranschlag 2011 einsetzen.

Quelle: Landratsamt Weilheim-Schongau

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