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Weilheim-Schongau: Die Influenza im Landkreis Weilheim-Schongau

Pressemeldung vom 20. Februar 2012, 14:55 Uhr

Immer mehr Länder in Europa werden von der Grippewelle erfasst. Am stärksten sind zurzeit
Belgien, Italien und Spanien betroffen. Elf weitere Länder melden dazu eine mittlere Influen-
zaaktivität. In Deutschland ist die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen bundesweit im
Vergleich zur Vorwoche erneut gestiegen und liegt vor allem in der Großregion Süden im
erhöhten Bereich. Dem Robert-Koch-Institut wurden bis zur siebten Kalenderwoche insge-
samt 433 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle übermittelt, bei 105 (24 %) Fäl-
len war angegeben, dass sie hospitalisiert waren. Durch Influenza bedingte Todesfälle wur-
den bisher nicht übermittelt.

Im Landkreis Weilheim-Schongau wurde bereits Ende Dezember 2011 der erste Influenzafall
gemeldet. Seit zwei Wochen berichten die Beobachtungspraxen im Landkreis vermehrt über
Patienten mit grippetypischen Symptomen, darüber hinaus wurden dem Gesundheitsamt in
der letzten Woche neun laborchemisch bestätigte Influenzafälle gemeldet, die inzwischen im
ganzen Landkreis vorkommen. Überwiegend handelt es sich um Typ-A-Erkrankungen. Be-
troffen sind alle Altersgruppen, über schwere Krankheitsverläufe bzw. Todesfälle wurde bis-
her nicht berichtet.

„Eine Virusgrippe ist keine harmlose Erkrankung“ so Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheits-
amtes. Die Influenza ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege des Menschen.
Die Infektion wird durch kleine Tröpfchenmengen ausgelöst und ist hoch ansteckend. Grippe
kann beim Sprechen, Niesen oder direkten Kontakt übertragen werden.

Die Influenza kann jeden treffen, auch völlig gesunde Menschen. Jedes Jahr erkranken allein
in Deutschland pro Grippesaison – von Dezember bis April – tausende Menschen an Influen-
za. Influenzaviren schädigen die Schleimhaut der Atemwege, vermindern die Abwehrkräfte,
dadurch wird der Körper für lebensgefährliche Komplikationen anfällig. Denn trotz des rapi-
den Fortschritts der medizinischen und pharmazeutischen Forschung fordert diese schwere
Infektionskrankheit nicht nur in der Vergangenheit sondern auch heute noch jedes Jahr ca.
8.000 bis 11.000 Menschenleben in Deutschland.

Die Symptome treten typischer Weise schlagartig auf: hohes Fieber, Glieder- und Kopf-
schmerzen, starkes Krankheitsgefühl sowie trockener Husten.

Die wirkungsvollste Maßnahme zur Vorbeugung der Influenza ist – auch jetzt noch – die Grip-
peschutzimpfung. Sie trainiert das Immunsystem. Nach der Impfung benötigt unser Körper in
der Regel etwa 10 bis 14 Tage zur Ausbildung des Impfschutzes.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist der Impfstoff gut verträglich, die Kosten werden von
den Krankenkassen übernommen, die Praxisgebühr entfällt.

„Da die Influenzaviren von Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund
übergehen, sollten wir die Händehygiene die nächsten Wochen in den Vordergrund stellen“,
empfiehlt Dr. Karl Breu. Allen, die an den oben genannten Symptomen erkranken, wird drin-
gend empfohlen, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Ärzte des Gesundheitsamtes unter der Telefonnum-
mer 0881/681-1600 gerne zur Verfügung.

Quelle: Landratsamt Weilheim-Schongau

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