Energiewechsel

Weilheim-Schongau: Die kleine Windkraft kann auch zur Energiewende im Oberland beitragen

Pressemeldung vom 13. Oktober 2011, 16:30 Uhr

Landrat Zeller nimmt teil am 3. Kongress Kleinwindanlagen auf Umweltmesse
in Augsburg

Kleinwindanlagen im Landkreis wären eine gute Ergänzung

Die Umweltmesse in Augsburg war für Landrat Dr. Zeller die Gelegenheit, am „3.
Bundeskongress Kleinwindanlagen“ teilzunehmen. Versierte Fachleute der Klein-
wind-Branche referierten über Chance und Risiken mit kleinen Windkraftanlagen.
Die Kleinwindanlagen reichen von Mini-Rotoren, um zum Beispiel auf dem Segelboot
einen Kühlschrank betreiben zu können, bis zu Anlagen mit einer Nabenhöhe von 30
Metern. Welche Anlagen im Landkreis zu Einsatz kommen könnten, und welche
technischen Voraussetzungen vorliegen müssen, dafür hat sich Landrat Friedrich
Zeller interessiert. Die Referenten warnten aber vor zu optimistischen Annahmen. Im
Gegensatz zu den großen Windanlagen sei die Kleinwindbranche noch nicht ausge-
reift, um alle Erwartungen zu erfüllen.

„Ich habe verstanden, dass die technischen Fragen der Windkraftnutzung nicht da-
durch geringer sind, weil die Anlage kleiner ist; vielmehr muss eine kleine Windanla-
ge genauso geplant und projektiert werden wie eine 2 Megawatt-Anlage“, schätzt
Zeller die Lage ein. Für viele Bürger und vor allem für die Bauernhöfe seien Klein-
windanlagen denkbar, zumal sie für eine Bauhöhe unter 10 Metern keiner Genehmi-
gung bedürften. „Das heißt aber nicht, dass der Betreiber machen kann, was er will“,
schränkt der Landrat ein, „auch bei genehmigungsfreien Anlagen muss der Immissi-
onsschutz eingehalten werden.“ Soll heißen, der Nachbar darf in seinem Ruhebe-
dürfnis nicht gestört werden.

Trotzdem hält Dr. Zeller die Nutzung der Kleinwindanlagen im Oberland für sinnvoll.
„Wenn die Anlage gut durchdacht ist, kann sie eine sehr gute Ergänzung zu Fotovol-
taik auf dem Dach sein. Wer keine Enttäuschung erleben will, muss den Standort ein
Jahr lang auf Windgeschwindigkeit und Windturbulenzen hin messen. Ist die Anlagen
dann auf den Standort hin technisch gut ausgelegt, wird der Betreiber seine Freude
haben“, prophezeit Landrat Zeller.

Quelle: Landratsamt Weilheim-Schongau

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