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Weilheim-Schongau: Impfschutz statt Masern-Erkrankung

Pressemeldung vom 18. Januar 2017, 11:38 Uhr

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. In Bayern erkranken zunehmend auch Jugendliche und junge Erwachsene an der gefährlichen Infektionskrankheit. Eine Impfung schützt. Allerdings sind gerade Jugendliche und Erwachsene oft nicht ausreichend geimpft. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege führt daher im Januar und Februar 2017 eine bayernweite Aufklärungskampagne zum Thema Masernimpfung für Erwachsene durch. Auch das Gesundheitsamt Weilheim- Schongau beteiligt sich an der verstärkten Impfaufklärung.

Die Kampagne „Masern – keine harmlose Kinderkrankheit“ (www.schutz-impfung-jetzt.de) startete in der Woche vom 16.01.2017. Der preisgekrönte Spot zum Thema Masernimpfung für Erwachsene ist vier Wochen lang im Internet, bayernweit auf Bildschirmen in Bahnhöfen des Fern- und Nahverkehrs und Einkaufszentren, im Fernsehen sowie in München in der U- Bahn und in der Tram zu sehen.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont: „Masern sind eine hochansteckende Krankheit, die gerade auch bei Erwachsenen einen sehr schweren Verlauf nehmen kann. In vielen Fällen ist sogar ein Krankenhausaufenthalt nötig. Es kann zu gravierenden gesundheitlichen Spätfolgen kommen. Nur wer geimpft ist, schützt sich und andere.“

Impfen schützt Die Impfung schützt vor den Masern und möglichen Komplikationen. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, sollten dringend ihren Masernimpfschutz überprüfen lassen: Wenn Sie gar nicht oder nur einmal im Kindesalter geimpft wurden, sollten Sie die Impfung nachholen. Das gleiche gilt bei unbekanntem Impfstatus, z.B. wenn der Impfausweis nicht mehr aufzufinden ist. Eine Impfung verhindert auch die Verbreitung des Virus und damit die Ansteckung. Dies ist besonders wichtig für den Schutz von Säuglingen, die zu jung für die Impfung sind, und schwere Komplikationen bei einer Masernerkrankung erleiden können. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Kinder ab elf Monaten eine zweimalige Kombi-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln, bei früherem Kita-Besuch bereits ab 9 Monaten. Eine individuelle Beratung kann z.B. beim Haus- oder Kinderarzt erfolgen.

Impfberatung am Gesundheitsamt Weilheim-Schongau Auch das Gesundheitsamt Weilheim-Schongau berät während der Kampagne verstärkt zur Masernimpfung sowie zu weiteren Impffragen. Wer sicher gehen möchte, ausreichend geimpft zu sein, kann den Impfpass im Gesundheitsamt in der Impfsprechstunde überprüfen lassen. Dr. Stefan Günther, Sachgebietsleiter Humanmedizin im Gesundheitsamt ist ausgewiesener Experte in Impffragen und Gründungsmitglied der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI). Für eine Terminvereinbarung zum Check Ihres Impfbuchs steht Ihnen Dr. Günther und das Ärzteteam des Gesundheitsamts unter der Rufnummer 0881/681 1600 zur Verfügung.

Über die Masern Masern gehören zu den ansteckendsten Viruskrankheiten. Weltweit sind Masern eine führende Todesursache bei Kindern, obwohl seit 40 Jahren ein sicherer und wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht. 2003 starben weltweit mehr als eine halbe Million Menschen an Masern – meist Kinder. Nach Angaben der WHO sank die Zahl der Todesfälle bis 2014 auf 114 900 Todesfälle – ein großer Erfolg der Impfung.

Die Krankheit beginnt typischerweise mit grippeähnlichen Symptomen. Nach einigen Tagen entwickelt sich der typische Ausschlag. Masern führen zu einer vorübergehenden Immunschwäche. Andere Infekte wie Lungen- oder Mittelohrentzündungen sind die Folge. Selten tritt eine Gehirnentzündung auf, die zu dauerhaften Schädigungen und schlimmstenfalls bis zum Tod führen kann. Im Landkreis Weilheim-Schongau liegt der letzte Masernausbruch aus dem Jahr 2005 schon einige Zeit zurück. Seitdem sind immer wieder vereinzelte Masernfälle aufgetreten. Das liegt auch daran, dass immer mehr Bürger die Gelegenheit wahrnehmen, sich und ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen. Während zur Zeit des letzten Masernausbruchs 2005 nur ca. 80% der Kinder bei Impfbuchkontrollen einen vollständigen Impfschutz hatten, sind es im letzten Jahr schon 91,8% der Kinder gewesen. „Das reicht uns aber noch nicht aus.“ appelliert Dr. Günther, denn: „Um sicher vor Ausbrüchen und der Weiterverbreitung von Masern geschützt zu sein, sollte die Durchimpfungsrate mindestens 95% betragen.“

Quelle: Landratsamt Weilheim-Schongau

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