Energiewechsel

Weilheim-Schongau: Medikamente vor Hitze schützen

Pressemeldung vom 16. Juli 2015, 12:31 Uhr

Medikamente müssen im Sommer vor Hitze geschützt werden. Asthmasprays, Zäpfchen, Salben, Säfte und Cremes oder Wirkstoffpflaster vertragen Wärme nicht und werden unbrauchbar. Das Gesundheitsamt gibt Ihnen Tipps, wie Medikamente frisch bleiben.

Arzneimittel sollten im Sommer nicht in der prallen Sonne liegen, sondern vor Hitze geschützt werden. „Wird ein Medikament falsch gelagert, kann sich seine Wirkung verändern, auch wenn man das von außen nicht sieht“ erläutert Dr. Karl Breu. Bei heißem Wetter kann es bei Wirkstoffpflastern zu Überdosierungen kommen. Werden Asthmasprays in direkter Sonne gelagert, können sie sich stark aufheizen. Das verändert ihre Dosiergenauigkeit und die Wirksamkeit. Besonders wärmeempfindlich sind Zäpfchen. Sie können unter Hitzeeinwirkung schon nach kurzer Zeit in der Verpackung schmelzen oder weich werden. Durch diese Verformung ändert sich auch die Wirkstoffverteilung im Präparat. Cremes verändern durch Hitze ihre Konsistenz, Fette können verderben.

Die Medikamente sollten im Idealfall trocken und bei Temperaturen zwischen 15 und 25°C gelagert werden. Bei Reisen rät das Gesundheitsamt, die Arzneien in einer Tasche zu verstauen und diese unter dem Autositz oder in den Kofferraum zu packen, also an Stellen, an denen die Sonneneinstrahlung geringer ist. Wer Arzneimittel im Sommer für längere Zeit im Auto lagern muss, etwa bei einem Campingurlaub oder auf längeren Reisen, kann eine Kühltasche nutzen. „Wenn ein Medikament aber direkten Kontakt zu einem Kühlelement hat, kann es einfrieren -auch das verändert die Wirkung-“ warnt Dr. Breu. „Deshalb die Medikamente in der Kühltasche in ein Handtuch einwickeln oder ganz auf Kühlelemente verzichten“.

Zudem gibt es Medikamente, die besonders empfindlich auf wärmere Temperaturen reagieren. Sie unterliegen dann einer Kühlpflicht. Insuline oder Lebendimpfstoffe müssen immer im Kühlschrank gelagert werden, sonst verlieren sie ihre Wirksamkeit. Kühlpflichtige Medikamente sind als solche auf der Verpackung oder in den Gebrauchsinformationen gekennzeichnet. Außerdem sollten frisch zubereitete Antibiotikasäfte für Kinder und individuell hergestellte Salben und Tinkturen, ebenso wie alle Mittel, die ohne Konservierungsstoffe sind, kühl aufbewahrt werden. Dann kann auch der heißeste Sommer Ihren Medikamenten nichts anhaben.

„Wenn ein Arzneimittel anders aussieht als gewöhnlich oder erwartet, sollten Sie das Medikament nicht mehr anwenden oder vorher einen Apotheker fragen“ rät Dr. Karl Breu abschließend.
Für weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes unter der Telefonnummer: 0881/681-1600 gerne zur Verfügung.

Quelle: Landratsamt Weilheim-Schongau

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