Energiewechsel

Weilheim-Schongau: Zeller will mit Strom fahren

Pressemeldung vom 14. Oktober 2011, 10:19 Uhr

Landrat fordert deutsche Autobauer heraus

Mit einem Schreiben an die Chefs der Autohersteller bittet Dr. Zeller um Angebote über ei-
nen Dienstwagen, der mit Strom fährt

Eigentlich ist er ganz zufrieden mit seinem BMW 320 Diesel. Aber Landrat Dr. Zeller hat sich
vorgenommen auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen. Mit Strom will er vorbildlich vorausfah-
ren und so zum Klimaschutz in unserem Landkreis auffordern. „Ich möchte der erste Landrat
in Bayern sein, der mit einem Elektro-Dienstwagen unterwegs ist“, so Landrat Zeller.
Zu diesem Zweck hat er nun die Vorstandsvorsitzenden aller deutschen Automobilhersteller
angeschrieben, sie mögen ihm ein Angebot unterbreiten. Zeller ist gespannt, welche Antwor-
ten eintreffen werden, zumal seiner Ansicht nach die deutschen Hersteller weit im Hintertref-
fen sind. „Die IAA in Frankfurt hat gezeigt“, kommentiert der Landrat, „dass die deutschen
Autobauer in Sachen Elektromobilität von den Franzosen und Asiaten abgehängt werden.
Wir sollten aber alles unternehmen, dass wir diese industrielle Entwicklung nicht verschla-
fen!“
Damit dieses Problem in der Branche klarer zu Tage tritt, hat Zeller sein Schreiben ebenso
an den Präsidenten des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie, Matthias Wissmann,
geschickt, der früher Bundesforschungsminister war. Die deutschen Autobauer hätten noch
viel Entwicklungsarbeit vor sich, wenn sie einen alltagstauglichen Mittelklassewagen mit
Strom anbieten wollten. Das sei eine Herausforderung, die industriepolitische Dimensionen
habe.

„Ich möchte VW, Audi, BMW, Mercedes und Opel eine Chance geben. Wäre doch schade,
wenn ich einen Renault fahren müsste, oder etwa nicht“, gibt sich Zeller ironisch.

So oder so setzt der Landkreis Weilheim-Schongau auf die Energiewende und da kann es
nicht schaden, wenn der Landrat elektromobil vorausfährt.

Notiz am Rande: Norbert Reithofer, der Vorstandsvorsitzende von BMW, wohnt im Landkreis
Weilheim-Schongau; ist also Landkreisbürger. Es bleibt abzuwarten, ob es Reithofer gelingt
„seinem“ Landrat ein Strom-Modell anzubieten, das für den Alltag geeignet ist.

Quelle: Landratsamt Weilheim-Schongau

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